Aktuelle ADAC-Studie zur Preiskurve an Tankstellen : Wo und wann der Sprit besonders günstig ist

Wer am frühen Abend tankt, schont seinen Geldbeutel – diese Erkenntnis dürfte vielen Autofahrern geläufig sein. Wann genau Tankstellen die Preise anheben, welche Anbieter die allabendliche Verteuerung hinauszögern und welche Sparmöglichkeiten sich dadurch ergeben, deckt jetzt eine aktuelle ADAC-Untersuchung auf.

Der ADAC bringt Licht in die diffuse Preisgestaltung der Tankstellen: Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wann genau Tankstellen die Kraftstoffpreise anheben, welche Anbieter die allabendliche Verteuerung hinauszögern und welche zusätzlichen Sparmöglichkeiten sich dadurch für die Verbraucher ergeben.
Der ADAC bringt Licht in die diffuse Preisgestaltung der Tankstellen: Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wann genau Tankstellen die...Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Morgens und abends tanken Autofahrer meistens günstiger als mittags. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des ADAC auf Basis der amtlichen Daten der Markttransparenzstelle von rund 14.000 Tankstellen in ganz Deutschland hervor. Der Anstieg beginnt demnach zwischen 12.00 und 13.00 Uhr: Im Schnitt gehen die Preise für Super E10 und Diesel dann um 2,3 beziehungsweise 2,4 Cent in die Höhe. Gegen 15.00 Uhr sinken sie wieder auf das Vormittagsniveau.

Die günstigsten Spritpreise gibt es den Angaben nach in der Regel zwischen 18.00 und 20.00 Uhr, an manchen Tankstellen sogar bis 22.00 oder 23.00 Uhr. Während Aral und Shell bereits um 20 Uhr wieder mit der Preisanhebung beginnen, kann man bei Total und vor allem bei Jet noch länger günstig tanken. Nachts ziehen die Preise dann wieder an: In den Stunden nach Mitternacht zahlen Autofahrer pro Liter Kraftstoff durchschnittlich rund 10 Cent mehr als am Abend.

Bis zu 16 Cent Preisdifferenz pro Liter

Die ADAC-Analyse zeigt, dass Jet nachts im Schnitt maximal 8,8 Cent für Super E10 und 8,5 Cent für Diesel mehr verlangt als für seinen Kraftstoff zum billigsten Zeitpunkt. Wesentlich größer ist die Spanne bei Shell: Zwischen dem Tageshöchststand und der günstigsten Tankphase beträgt der Unterschied bei Shell-Benzin 14 Cent und bei Diesel 14,6 Cent. Bei Esso-Kraftstoffen beläuft sich die Differenz immerhin auf rund 13 Cent. Die größten Preisdifferenzen zwischen den Marken bestehen spätabends: So liegt etwa um 22.30 Uhr der Durchschnittspreis von Shell-Benzin um mehr als 15 Cent über dem Vergleichspreis von Jet. Bei Diesel beträgt der Unterschied zwischen beiden Marken zu diesem Zeitpunkt sogar 16 Cent.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, die festgestellten Preisunterschiede konsequent zu nutzen. Die Preiskurven verliefen im gesamten Untersuchungszeitraum sehr stabil und regelmäßig und bieten somit für die Verbraucher ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Kalkulierbarkeit. (dpa/ADAC)

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