Alfa GT : Schon schön

Unterwegs im Alltag – heute mit einem Italo-Coupé, in das richtig was rein geht.

Eric Metzler

Auf den ersten Blick

vergessen wir gleich mal den Eindruck, den wir vom Foto hatten: nein, der GT wirkt in natura gar nicht so gedrungen, so massig. Das Coupé aus dem schwächelnden Hause Alfa geht zwar geduckt durch die Menge,hat aber Statur: der markante Grill vorne, die schmalen Leuchten am Heck – schönen Gruß an Bertone, den Meister italienischen Autodesigns.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

die wunderbaren Sportsitze, die ihren Namen tatsächlich verdienen. Sie sind schön, mit einsachtzig passt man gut rein und prima Halt geben Sie auch. Was will man mehr? Hinten ist die Kniefreiheit beachtlich (es ist wirklich ein Viersitzer!), Größere ziehen aber coupégemäß den Kopf ein. In Kurven ist das Fahrwerk ein Genuss, auf geraden Strecken mit Querrillen weniger. Die serienmäßige Sechsgang-Schaltung ist knackig. Fit am Tag nutzt man den Aluknauf gerne, abends, nach Feierabend, registriert man dankbar, dass sich der 1.9-Liter-Turbodiesel auch schaltfaul fahren lässt, ohne dabei schlapp zu machen. Überhaupt: Der Motor macht seine Sache gut: Läuft ruhig, zieht ordentlich.

Weniger Charme hat…

zu viel schwarzer Kunststoff im Innenraum. Das Armaturenbrett mit seinen runden Instrumenten ist schön und nicht übetrieben modisch gezeichnet – wirkt aber allzu steril. Ein echtes Problem: Die schlechte Übersicht beim Einparken.

Das spannendste Detail…

entlockt Familienkutschern bestenfalls ein Gähnen. In einem Coupé aber ist es etwas besonderes, wenn die Rückbank und damit der Laderaum variabel sind: Um die 900 Liter passen rein, wenn es mit dem GT zu zweit aufs Land geht.

Unterm Strich die richtige Wahl für…

sportliche Robin Hoods: Nehmt den Reichen (ein BMW-Coupé kostet ein bis vier Monatsgehälter mehr) und gebt den Armen: Alfa braucht wirklich jede Beute fürs Überleben. Eric Metzler

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