BMW i3 fahrbereit : Jetzt wird es konkret

Mit einem bemerkenswerten Engagement schreitet BMW in Richtung Elektromobilität voran. Im Herbst wird mit dem BMW i3 das erste Modell der Submarke für Emobility erhältlich sein. Ob das

Noch im Tarnkleid können die ersten Probenrunden mit dem BMW i3 gefahren werden. Der Kleinwagen wird auf der IAA im Herbst seine Publikumspremiere feiern.
Noch im Tarnkleid können die ersten Probenrunden mit dem BMW i3 gefahren werden. Der Kleinwagen wird auf der IAA im Herbst seine...Foto: Hersteller

Im Nischenmarkt für Elektroautos will BMW mit seinem batteriebetriebenen Kleinwagen i3 ab Herbst zu einem großen Anbieter aufsteigen. "Wir wollen eine signifikante Rolle spielen", sagte Vertriebschef Ian Robertson. Im vergangenen Jahr seien weltweit rund 150.000 Elektroautos verkauft worden. Welchen Marktanteil BMW künftig haben könnte beziehungsweise wie viele i3 der Konzern pro Jahr verkaufen will, wollte der Manager nicht beziffern. Er bekräftigte aber, dass der Oberklasse-Hersteller trotz hoher Investitionen in die neue Submarke Geld mit dem knapp 40.000 Euro teuren elektrischen Kleinwagen verdienen werde.
"Wir werden mit diesem Auto vom Markstart an profitabel sein." Der i3 kommt im November auf den Markt. Der Wagen, dessen Fahrgastzelle aus dem leichten, stabilen, aber sehr teuren Zukunftswerkstoff Carbon gefertigt ist, hat eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometer pro Batterieladung. Experten gehen für das nächste Jahr von einem Absatz von rund 25.000 Stück aus. Das ist bei einer Gesamtzahl von gut 1,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen wenig, für ein Elektrofahrzeug allerdings viel. Daimler verkauft von seinem Elektrosmart mehrere tausend pro Jahr.

Aufpreis von höchstens zehn Prozent

BMW-Vorstand Robertson erläuterte, als Kunden habe man anfänglich vor allem Käufer von Zweitautos in urbanen Regionen in Europa, den USA, Japan und China im Auge. Kalifornien werde sicherlich als Markt eine große Rolle spielen ebenso wie Städte mit Citymaut wie London. Die weitere Verbreitung erfolge Schritt für Schritt. Ob sich künftig eher Privatleute oder eher Flottenbetreiber für den BMW i3 entschieden, lasse sich noch nicht sagen. Mit dem Durchbruch der Elektromobilität rechnete Robertson dann, wenn der Preis für ein Auto mit Stromaggregat nur noch rund zehn Prozent über dem eines Wagens mit Verbrennungsmotor liege.

Dies werde in absehbarer Zeit sein. Die Batterietechnik werde sich in den nächsten fünf Jahren stärker weiterentwickeln als in den letzten 100 Jahren. Auch die Ladeinfrastruktur werde sich verbessern. Hier gebe es neue Ideen, sagte der Vertriebschef. Er verwies darauf, dass etwa in New York 40.000 bis 50.000 Telefonzellen herumstünden - ungenutzt, weil fast jeder ein Mobiltelefon habe, aber mit Stromversorgung ausgestattet. Diese Telefonzellen ließen sich vielleicht künftig als Stromtankstellen nutzen. “Wir stehen am Beginn dieses elektrischen Zeitalters.“ Bei BMW sei der i3 der Vorläufer der Elektromobilität.

Nicht nur der Antrieb wird beim BMW i3 interessant werden. Auch die Konstruktion der Karosserie mit viel Carbon und das Innenraumkonzept hören sich vielversprechend an.
Nicht nur der Antrieb wird beim BMW i3 interessant werden. Auch die Konstruktion der Karosserie mit viel Carbon und das...Foto: Hersteller

Der Konzern habe sich die Markenrechte "von i1 bis i9" gesichert. Der Hybridsportwagen i8 soll im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen. Wann weitere Elektromodelle folgen, ließ Robertson offen: "Wir haben im Moment kein weiteres i-Produkt entwickelt." Die Entscheidung falle später. (rts)

Fürs Hurtige und Gediegene
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1 von 19Foto: Markus Mechnich
14.08.2012 08:29Beim 3er von BMW kommen seit jeher zweierlei Assoziationen auf. Einerseits ist er das sportliche Premium-Auto und Liebling von...

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