Infrastruktur für Elektroautos : Ein Drittel befürwortet Subvention

Elektro-Autos und Wasserstoff-Fahrzeuge könnten das Straßenbild von morgen prägen. Doch die Infrastruktur fehlt größtenteils. Jeder Dritte in Deutschland ist zumindest bereit, einen finanziellen Beitrag zu leisten.

Anschluss mit Steuergeldern - ein Drittel der Bundesbürger würden Hilfen für den Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos befürworten.
Anschluss mit Steuergeldern - ein Drittel der Bundesbürger würden Hilfen für den Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos...Foto: dpa

Mehr als jeder Dritte in Deutschland findet es sinnvoll, den Steuerzahler am Ausbau grüner Auto-Mobilität zu beteiligen. Nach einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sind 37 Prozent der Befragten bereit, die Kosten für Strom-Ladesäulen oder Wasserstoff-Tankstellen mitzutragen. In Italien sind es 41 Prozent, die die Infrastruktur für Elektro- und Wasserstoffautos mitfinanzieren würden, in Belgien 26, in Frankreich 22 Prozent.

Grundsätzlich ist die große Mehrheit offen für alternative Antriebe. Nur jeder 20. (5 Prozent) lehnt Elektro- oder Wasserstoffautos ab. Die Studie „Unser Auto von morgen 2015“ zeigt aber auch, dass sich mindestens jeder 5. (22 Prozent) nicht an den Kosten für die Infrastruktur beteiligen will und stattdessen Autofahrer zahlen sollen, die E-Autos oder Wasserstoffantriebe nutzen. Ebenfalls jeder 5. (21 Prozent) will Unternehmen am Ausbau der Infrastruktur beteiligen, die entsprechende Fahrzeuge anbieten. Ebenfalls ein Fünftel (19 Prozent) will diejenigen zur Kasse bitten, die weiterhin Super oder Diesel tanken.

Skepsis bei City-Maut

Entscheidend beim Ausbau grüner Auto-Mobilität sind für viele die Kosten. So versprechen sich vier von fünf der Befragten (84 Prozent), dass alternative Antriebe auf Dauer kostengünstiger werden. Skeptisch sieht die Mehrheit die City-Maut: Mit dem Auto nur dann in die Stadt fahren dürfen, wenn man dafür zahlt, lehnen 58 Prozent der Befragten ab. Jeder 4. (26 Prozent) hält eine City-Maut hingegen für sinnvoll, wenn das Geld in den öffentlichen Nahverkehr fließt. Mindestens jeder 10. (13 Prozent) erhofft sich von einer City-Maut eine Entlastung der Innenstädte.

Bei der Umfrage im Auftrag des Internetportals Autoscout 24 wurden 8811 Personen im Alter zwischen 18 bis 65 Jahren aus sieben europäischen Ländern befragt: Aus Österreich (1001), Belgien (1001), Frankreich (1451), Deutschland (1456), Italien (1452), den Niederlanden (1000) und Spanien (1450). GfK befragte die Teilnehmer vom 19. September bis 09. Oktober 2014. (dpa)

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