Vorstellung Mercedes B-Klasse Electric Drive : Die B-Klasse Electric Drive ist ein Leisetreter

Spontaner, fahrfreudiger, dynamischer: Die Mercedes B-Klasse Electric Drive baut auf die Technik eines Branchen-Vorreiters - und überrascht besonders in einer Disziplin...

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Antrittsstark: Die B-Klasse Electric Drive fährt sich erstaunlich dynamisch.
Antrittsstark: Die B-Klasse Electric Drive fährt sich erstaunlich dynamisch.Foto: Promo

Endlich konnten wir - nach unserer Fahrt mit der "normalen" B-Klasse - auch einen kurzen Ausflug mit der Mercedes B-Klasse Electric Drive unternehmen – und waren sehr angetan. Die Technik stammt vom amerikanischen Elektro-Pionier Tesla. Äußerlich fällt die „schweigende“ B-Klasse in der exklusiven Ausstattungslinie Electric Art (2309 Euro Aufpreis) sofort auf:  Lackierung in Metallicweiß, Außenspiegel und Grillstäbe blau lackiert.

Der B 200 ED bleibt auch nach Drücken des Startknopfs stumm. Nach Einlegen der Fahrstufe D rollt er lautlos davon. Standardmäßig geschieht das im Fahrprogramm E wie Economy. Das reduziert die Leistung des 180 PS starken E-Motors, der wie die konventionellen Verbrenner vorn unter der Haube steckt, auf 133 PS. Doch auch damit tritt der leer immerhin 1725 Kilogramm schwere Viertürer subjektiv gefühlt noch flott an. Wer die Reichweite noch mehr verlängern will, wählt per Tastendruck Economy Plus. Dann sinkt die Leistung auf 88 PS, und die Höchstgeschwindigkeit auf reduziert sich auf 110 km/h. In beiden Fällen kann der Fahrer jedoch per Kickdown stets die maximale Leistung abrufen, welche im Modus Sport immer uneingeschränkt anliegt.

Stark: Der E-Motor verfügt über 180 PS.
Stark: Der E-Motor verfügt über 180 PS.Foto: Promo

Die Elektro-B-Klasse: Erstaunlich dynamisch

Dank geänderter Kennlinie reagiert die elektrifizierte Mercedes B-Klasse nun spontaner auf den „Gasfuß“. Im Vergleich zu anderen Elektroautos, die ab einer gewissen Geschwindigkeit in der Beschleunigung nachlassen, liegt beim E-Benz das permanent zur Verfügung stehende Drehmoment von 340 Newtonmetern auch noch in höheren Bereichen an und garantiert so „elektrische Fahrfreude“. Im Sportmodus absolviert die Elektrik-B-Klasse den Sprint in beachtlichen 7,9 Sekunden und schafft ein Maximaltempo von 160 km/h. Zum Vergleich: Der B 220 CDI mit 177 PS benötigt dafür 8,3 Sekunden. Dann allerdings halbiert sich bei der E-Version die maximale Reichweite von rund 200 Kilometern. An einer Wallbox ist die von Tesla gelieferte Lithium-Ionen-Batterie nach drei Stunden wieder geladen.

Im Blick: Über die Anzeigen bleiben Ladestatus und alle wichtigen Informationen stets sichtbar.
Im Blick: Über die Anzeigen bleiben Ladestatus und alle wichtigen Informationen stets sichtbar.Foto: Promo

Die Elektro-B-Klasse von Mercedes fährt sich trotz des 200 Kilogramm Mehrgewichts erstaunlich dynamisch. In der Handlichkeit steht sie ihren konventionellen Geschwistern kaum nach. Immer wieder fasziniert das lautlose Dahingleiten in der Stadt, wo selbst die Abrollgeräusche nur sehr gedämpft zu den Insassen vordringen. Man gewöhnt sich sehr schnell an diese neue Art des Fahrens.

Aufgeladen: Die Lithium-Ionen-Batterie der Mercedes B-Klasse Electric Drive hat eine Kapazität von 28 kWh.
Aufgeladen: Die Lithium-Ionen-Batterie der Mercedes B-Klasse Electric Drive hat eine Kapazität von 28 kWh.Foto: Promo

Der Innenraum schränkt etwas ein

Sicher und praktisch zugleich: Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 28 kWh steckt im sogenannten Energy Space vor der Hinterachse. Dort, wo bei der Erdgasversion die Gastanks untergebracht sind. Im Vergleich zur konventionell angetriebenen B-Klasse ist durch diesen Zwischenraum der Boden hinter den Vordersitzen zwar etwas erhöht, wodurch Mitfahrer im Fond die Knie etwas stärker anwinkeln müssen. Zudem sind die längsverschiebbare Rückbank sowie die flach umlegbare Beifahrersitzlehne für den Electic Drive nicht lieferbar. Weitere Einschränkungen gibt es jedoch nicht. Der Kofferraum schluckt beachtliche 501 Liter Volumen. Der E-Benz ist klar das familienfreundlichste E-Auto auf dem Markt, geräumiger als ein BMW i3 oder ein VW e-Golf. Und auch die Reichweite ist größer als bei den beiden anderen E-Autos.

Die elektrische Mercedes B-Klasse kostet 39151 Euro. Damit ist sie rund 3000 Euro teurer als der teuerste Diesel mit Frontantrieb. Sie kann ab sofort bestellt werden. Erste Autos sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

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