Auto : Anders halt

Es muss nicht immer ein SUV sein: – Probieren wir doch mal Peugeots Hochdachkombi

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Die meisten Vans sind zu groß, die allgegenwärtigen SUV entweder zu teuer oder zu modisch. Eine clevere Alternative sind Kastenwagen mit Fenstern. Nein, nicht die herz- und freudlosen Kästen der Neunziger. Im 21. Jahrhundert haben sie sich zu cleveren Alternativen für Kombi und Co gemausert. Familienkutschen für Clevere, die keinen Grund mehr liefern, sich dafür schämen zu müssen. Nehmen wir nur den Partner Tepee, den Peugeot als Sondermodell Family mit einem Preisvorteil von 1200 Euro anbietet. Ab 19 120 Euro (90-PS-Benziner) ist alles an Bord, was man so braucht.

DIE SICHERHEIT

ESP, sechs Airbags, Isofix-Kinderbefestigungen auf der zweiten Reihe.

DER PLATZ

505 Liter Kofferraum, der sich bis auf 3000 Liter vergrößern lässt. Das ist mehr, als der viel teurere VW Touran zu bieten hat. Und da gibt es ja noch die beiden Schiebetüren, die einen fast ungehinderten Zugang in den Fond gewähren und die sich beim Anfahren automatisch verriegeln. Wehe, wenn die Kleinen erst deren weiteren „Vorteil“ entdeckt haben: rechts rein, links raus, im Nu voller Leben, das Spielzimmer auf dem Parkplatz!

DIE AUSSTATTUNG

Das Family-Paket umfasst so sinnvolle Dinge wie drei einzeln klapp- und ausbaubare Einzelsitze im Fond; eine mobile Taschenlampe wartet im Kofferraum auf ihren Abenteuereinsatz.

DIE DETAILS

Über einen kleinen Zusatzspiegel kann Papa jederzeit checken, was die Kleinen so im Fond treiben. Und über die elektronische Anschnallkontrolle weiß er, ob alle sicher angegurtet sind. Das vierteilige Multifunktionsdach Zenith lässt Licht in die Bude, und die längs eingebaute XXL-Dachablage bietet Stoff für Mama und Papa zur Diskussion: Stinkt der interne Parfümspender nun oder riecht er doch ganz gut?

DER CLOU

Gegen einen Aufpreis von 336 Euro plus Einbau lässt sich eine WiFi-Box für drahtlose Kommunikation installieren. Ohne Kabelsalat können bis zu fünf Geräte die Online-Welt mobil erkunden. Die Kids spielen im Fond und bei der Ankunft heißt es dann so: „Ooch, sind wir wirklich schon da?“

DER MOTOR

Wir sind die 20 170 Euro teure Version mit 1,6-Liter-Benziner und 120 PS gefahren. Die 1050 Euro Aufpreis gegenüber der 90-PS-Maschine sollte man sich gönnen. Denn der stärkere Benziner, der übrigens auch den Mini antreibt, läuft bis in mittlere Drehzahlen recht leise, und die Durchzugskraft reicht aus.

DAS FAHRWERK

Trotz hinterer Starrachse federt der Hochdach-Mini komfortabel. Die weiche Abstimmung lässt ihn in Kurven dennoch nicht wanken wie einen Dampfer bei Windstärke acht. Gut so, zumal der Würfel (mit 1,81 Meter so breit wie hoch) kein Sportwagen ist. Und zum Kurvenräubern ist die Lenkung des Partner einfach kein Partner, weil zu schwammig. Dieses Auto ist eine akzeptable Alternative für alle, die möglichst viel für möglichst wenig Geld anständig von A nach B bringen wollen – wobei zwischen A und B ruhig auch mal ein paar hundert Kilometer liegen dürfen. Rainer Ruthe

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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