Angepasste Geschwindigkeit : Tempolimit nicht immer ausreizen

Unfälle wegen "unangepasster Geschwindigkeit" sind besonders schlimm: 37 Prozent aller Todesopfer im Straßenverkehr gingen 2012 in Deutschland darauf zurück, hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Auf den Autobahnen waren es nahezu 50 Prozent.

Ist kein Muss: Das Tempolimit dient Autofahrern nur als Höchstgrenze. Es darf auch langsamer gefahren werden, auch wenn das andere Verkehrsteilnehmer manchmal anders sehen.
Ist kein Muss: Das Tempolimit dient Autofahrern nur als Höchstgrenze. Es darf auch langsamer gefahren werden, auch wenn das andere...Foto: dpa

Angepasstes Tempo heißt, die Geschwindigkeit an die Verkehrssituation anzupassen. "Das bedeutet in manchen Situationen, deutlich langsamer als das zulässige Höchsttempo zu fahren", sagt Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht. "Von vielen Autofahrern wird das allerdings nicht so interpretiert." Sie fahren nach dem Motto: Wenn das Schild 100 km/h erlaubt, muss es auch Tempo 100 sein.

"Bei schlechter Witterung, hohem Verkehrsaufkommen oder an Unfallstellen sollte man das Tempolimit nicht ausreizen und deutlich langsamer fahren", rät Herlan. In dichtem Nebel und bei Starkregen bleibt Autofahrern oft gar keine andere Wahl. Rutschiges Herbstlaub auf der Fahrbahn werde hingegen von vielen unterschätzt - "denn die Sicht ist ja frei".

Abstand halten ist erstes Gebot

Gerade in dichtem Verkehr gilt: Nicht auf das Maximaltempo pochen. "Wenn alle Spuren stark befahren sind, orientiere ich mich besser am Tempo der anderen Autos", empfiehlt Herlan. Auch Abstand zu halten ist dann wichtig. "Sonst gibt es im Notfall keinen Platz für ein Ausweichmanöver." Auf Autobahnen könnten andere Verkehrsteilnehmer überraschend auf die eigene Fahrbahn einscheren. Dann sei es oft besser, etwas langsamer als vorgeschrieben unterwegs zu sein.

Auch bei Spurverengungen oder anderen Behinderungen des Verkehrs sollte die zulässige Höchstgeschwindigkeit nie ausgereizt werden. Unfallstellen seien oft sehr unübersichtlich, sagt Herlan. Autofahrer sollten dort grundsätzlich langsam fahren und eine Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden. (dpa)

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