Audi A6 : Es geht nichts über gutes Werkzeug

Der beliebte Dienstwagen A6 ist aufgefrischt

Kai Kolwitz

Manche tun sich ja ein wenig schwer, Audis A6 ein Gesicht zu geben: Der BMW 5er steht für auffällig-sportlich, Mercedes’ E-Klasse für edel-komfortabel. Und der Audi, der gerade eine technische und optische Auffrischung erhalten hat? Der liegt irgendwo dazwischen.

Nichtsdestotrotz ist das Angebot der Ingolstädter in der oberen Mittelklasse in Sachen Verkaufszahl weltweit das Maß der Dinge. Und vielleicht ja genau wegen dieser Dezenz. Rein optisch hat man den A6 deshalb eher moderat veredelt, zum Beispiel an Kühlergrill und den Lufteinlässen. Die markanten LED-Rückleuchten, die bisher nur in Verbindung mit Xenon ausgeliefert wurden, kommen nun allen A6-Fahrern zugute.

Spannender ist da schon ,was sich in Sachen Technik getan hat: Alle Benziner kommen nun mit Benzin-Direkteinspritzung, neu sind zwei 2,8-Liter-Varianten mit 190 und 220 PS sowie ein Dreiliter mit Kompressor, der 290 PS schafft. Insgesamt gibt Audi an, den Verbrauch quer durch die Varianten um durchschnittlich 15 Prozent gedrückt zu haben.

Mit in der Rechnung sind die vier Diesel zwischen 136 und 240 PS, die von deutschen Käufern eindeutig bevorzugt werden. Und die Motoren lassen schnell verstehen, warum der A6 als Dienstwagen so beliebt ist. Denn schon der kleinste reicht eigentlich für alles aus, was ein Außendienstler oder sonstiger beruflicher Vielfahrer zu tun hat: zügig geht es hoch bis auf Tempi, die auch auf der linken Spur der Autobahn keine Probleme aufkommen lassen, hinzu kommt ein Verbrauch von 5,3 Liter auf 100 Kilometer (Werksangabe) – natürlich klingen und fahren die Sechszylinder souveräner, aber leiden muss man auch im Kleinen ganz sicher nicht.

Dazu gilt für alle Varianten: Sie ermöglichen es, lange Strecken zu fahren und entspannt anzukommen. Die Sitze sind genau wie sie sein wollen, das Navigationssystem ist in der neuen Generation rasend schnell, die Lenkung präzise, das Fahrwerk so, dass es viele Reserven bietet, aber nicht mit Härte nervt – A6 fahren ist in dieser Hinsicht so, wie beim Heimwerken mal mit richtig gutem Werkzeug zu arbeiten. 34 200 Euro kostet der Einstieg in den A6 übrigens mindestens – dafür gibt es einen Zweiliterbenziner mit 170 PS, der kleinste Diesel kommt auf 36 200 Euro, Kombis kosten 2250 Euro mehr als Limousinen. Und dann gäbe es da ja auch noch die Variante für die, denen der Normal-A6 dann doch zu dezent ist: Seit dem Facelift gibt es den RS6 mit 580 PS auch als Limousine – für 105 500 Euro. Kai Kolwitz

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben