• AUDI Q7 V12 TDI: Le-Mans-Motor im Sports Utility Vehicle. Oder: Die ganz andere Art Sechsliterauto

AUDI Q7 V12 TDI : Le-Mans-Motor im Sports Utility Vehicle. Oder: Die ganz andere Art Sechsliterauto

Wouuummm... Wouuuummmm... Nein, ein Leisetreter ist der Audi Q7 V12 TDI sicher nicht. Aber das sollte er wohl auch nie werden. Schließlich sitzen seine Entwickler nicht in Ingolstadt, sondern in Neckarsulm. Und die heißen „Quattro GmbH“ – Audis Schmiede für die etwas brachialeren Momente im Leben.

Die Schöpfer von R8 und RS6 haben sich nun auch des Gelände-Dickschiffs der Muttermarke angenommen. Und herausgekommen ist ein Auto der absoluten „Weil es geht“-Kategorie.

In Zahlen bedeutet das: 12-Zylinder-Diesel-Direkteinspritzer, sechs Liter Hubraum, 500 PS, 130 000 Euro und, vor allem, sagenhafte 1000 Newtonmeter Drehmoment, die auch einem Bergepanzer der Bundeswehr gut zu Gesicht gestanden hätten.

Der Motor, für den Audi enge Verwandtschaft zu dem Aggregat der markeneigenen Le-Mans-Renner reklamiert, sorgt in der Tat für Fahrleistungen der Kategorie „unfassbar“: 5,5 Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h fühlen sich in einem gut 2,5 Tonnen schweren SUV noch einmal völlig anders an als in einem Supersportler oder einer großen Limousine. Wie soll man das beschreiben? Naja, stellen Sie sich am besten vor, man hätte ihrem letzten Umzugs-

Klein-Lkw eine Rakete untergeschnallt. Und zwar samt Sofa und Waschmaschine auf der Pritsche.

So etwas macht die Zahl der Gleichwertigen auf der Autobahn überschaubar. Allerdings, das sollte man nicht verschweigen: Es könnte passieren, dass in der Abfahrt der Außendienstler im Basismotor-A6 wieder vorbeizieht, der gerade noch vor dem Q7 auf die rechte Spur geflüchtet war. Denn trotz Luftfederung und Elektronikdämpfer ist den Audi-Leuten die Fahrwerksabstimmung nicht ganz so gut gelungen wie etwa BMW im X6. Und SUVs haben in Kurven dank hohen Schwerpunkts und Gewichts nun einmal konzeptionelle Nachteile gegenüber „normalen“ Autos. Aber Irgendwie ist es da wie mit US-Musclecars und italienischen Kurvenräubern. Beides kann Spaß machen – alles eine Frage der Vorlieben. kko

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