Auto : Subarus Impreza: Der Individualist im Ring

Unterwegs im Alltag – heute mit einem Boxer, der mit sanfter Kraft zum Erfolg kommt.

Auf den ersten Blick…

macht Subarus Impreza gleich klar: Mein Name ist Programm, schließlich heißt „to impress“ beeindrucken. Allein diese Hutze auf der Motorhaube. Was für ein Schlitz! Sieht martialisch aus, ist aber harmlos. Drunter sitzt ein gieriger Ladeluftkühler. Die Scheinwerfer vorne ähneln Falkenaugen, sagt Subaru. Hinten sehen wir kein Tier. Aber die runden LED in den Bremsleuchten sind auch ganz nett.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

die Laufruhe des Dieselmotors. Sieht man von den ersten Sekunden bei kalter Witterung ab, läuft der Zweiliter butterzart. Und derart lautlos, dass einem die Windgeräusche mehr auffallen als gewohnt. Ein Leisetreter ist der Selbstzünder trotzdem nicht – bezogen auf seine Leistung. Die 150 PS sind hervorragend angelegt; das maximale Drehmoment liegt schon ab 1800 Umdrehungen an und lässt manch Sportwägelchen alt aussehen. Der Impreza ist ausgesprochen handlich und hat dank seines permanenten Allrads mit Endlos-Wintern wie diesem wenig Probleme.

Weniger Charme haben…

die indirekte Lenkung und der hakelige sechste Gang. Die Sitze bieten (besonders der Lende) nur mäßigen Komfort; die Armlehnen sind hart. Alle Materialien wirken billig, schade angesichts des ausgewogenen Fahreindrucks. Die verwirrenden Drehregler für Heizung und Klima führen immer wieder zu Fehlbedienungen.

Das spannendste Detail…

ist der Grund für die Charakteristik des Motors: Allein Subaru vermag einen Diesel als Boxer zu bauen. Das klingt gut und ist praktisch: Je zwei Zylinder stehen sich gegenüber wie, na also, wie Boxer. Der kompakte Motorblock ist vibrationsfrei und baut flach, was einen tieferen Einbau-Schwerpunkt ermöglicht. Wer den Start-Knopf (links!) vom Lenkrad drückt, lässt also nicht irgendein Aggregat an. Sondern ein feines Stück Technik.

Unterm Strich die richtige Wahl für…

sportlich Ambitionierte, die sich optisch wie technisch abheben wollen und den Mehrwert eines Allrad schätzen. Die besondere Bauart des Motors kommt dem Fahrspaß zugute. Bei der gefühlten Qualität im Inneren sollte Subaru nachbessern – wie das geht, zeigt das Familienmitglied Forester. Ansonsten werden nur wenige bereit sind, mehr als 30 000 Euro für einen (immerhin komplett ausgestatteten) Impreza Exclusive auszugeben. eric

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