Auto-Vorbereitung für Herbst und Winter : Schützen und sehen

Vom Frostschutzmittel bis zum Licht-Check: Die Auto-Vorbereitung für Herbst und Winter.

David-Emanuel Digili
Weiße Pracht. Bald kommen die Eiskratzer frühmorgens wieder zum Einsatz.
Weiße Pracht. Bald kommen die Eiskratzer frühmorgens wieder zum Einsatz.Foto: dpa

Die "dunkle Jahreszeit" trägt nicht umsonst ihren Namen: Kälte, Nässe, Eis und Schnee können dem Automobilisten das Leben ganz schön schwer machen. Mit einigen gekonnten Schritten können Auto und Fahrer auf mögliche Extremsituationen vorbereitet werden.

Innen: Die Scheiben sollten nicht nur von außen, sondern auch aus Sicht der Insassen gereinigt werden, um schnellem Beschlagen und somit beeinträchtigter Sicht vorzubeugen. Ebenfalls wichtig dabei: saubere Luftfilter, die eine bessere Luftzirkulation ermöglichen. Mit speziellen Silikon- oder Talkum-Pflegestiften kann das Einfrier-Risiko von Türen und Kofferraum reduziert werden. Die Gummi-Abdichtungen sind dann weniger anfällig für Vereisungen. So praktisch und einladend Handschuhfach und Hutablage auch sind: Für den Fall der Fälle sollte ein Enteisungsspray immer außerhalb des Autos griffbereit sein – drinnen hilft es schließlich wenig, wenn die Schlösser zugefroren sind ...

Frostschutzmittel vom letzten Jahr wiederverwendbar

Außen: Ob Russisch-Grün oder Babyblau – der Autolack ist in den rauen Zeiten vielen Belastungen ausgesetzt. Eine Schicht Hartwachs kann vor zu großen Beanspruchungen wie Steinschlag schützen. So schön die herunterfallenden Blätter auch sein mögen, so unschön können die Folgen fürs Auto sein. Verschiedene Abflüsse und Gebläse am Auto können verstopfen und so angestautes Wasser in den Auto-Innenraum sickern lassen. Regelmäßig sollten daher Spalten und Vertiefungen der Karosserie von Laub befreit werden. „Befreit“ werden muss das Auto auch von Eis und Frost.

Kostenbewusste wird freuen: Übergebliebene Frostschutzmittel vom letzten Jahr können weiterverwendet werden. Das Konzentrat aus Ethanol, Pflege- und Reisezusätzen für die Scheibenwaschanlage ist lange halt- und einsetzbar. Für einen bleibend schillernden Auftritt sollten Leichtmetallräder mit Sommerbereifung vor dem Einlagern gründlich gereinigt werden – allerdings nicht mit Hochdruckreinigern, deren harter Wasserstrahl den Reifen beschädigen kann. Schwamm, Autoshampoo und Felgenbürste sind hier die Werkzeuge der richtige Wahl, ein möglichst umweltfreundlicher Felgenreiniger leistet glänzende Feinarbeit.

Pannen-Evergreen: Die leere Autobatterie

Abblendlicht, Bremslicht, Fernlicht, Rücklicht, Standlicht, Nebelleuchten, Scheinwerfer – Herbst und Winter sind Hochzeit für die Autobeleuchtung. Ein gründlicher Lichtcheck sollte Licht ins Dunkel bringen können und einen Blackout verhindern. Vor allem aber die Kontrolle: Funktionieren überhaupt alle Leuchten? Im Einsatz dann freut sich besonders das Abblendlicht auf verstärkten Einsatz im herbst- und winterlichen Nebel. Einzig für Härtefälle mit einer Sicht von unter 50 Metern ist die Nebelschlussleuchte vorgesehen, die nur dann eingeschaltet werden darf, um andere Fahrer nicht zu blenden. Als Richtwert gilt ein Blick zu den Leitpfosten am Straßenrand – diese sind meist im Abstand von 50 Metern aufgestellt.

Der Evergreen unter den Pannenverursachern: die leere Autobatterie. Trotz hoher Technisierung kann mit gründlicher Reinigung der Pole schon mal ein wichtiger Schritt gegen die Leere im Batterieleben getan werden. Der Säurestand kann in Werkstätten überprüft werden. Richtwert für ältere Modelle: Fünf Jahre sollte jede Batterie schaffen. Autoverbände warnen vor zu schwachem Frostschutz für das Kühlsystem im Auto. Friert die Flüssigkeit ein, können schwere Motorschäden entstehen.

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