Autofahren im Winter : Weit schauen, sachte fahren

Sobald die ersten Schneeflocken fallen bricht auf den Straßen das Chaos aus. Das gilt besonders für Großstädte, wo Autofahrer weniger auf Straßenglätte vorbereitet sind. Dabei helfen ein schon paar Verhaltensregeln, um auch im Schneegestöber sicher ans Ziel zu kommen.

Langsam ist sicher, lautet die Devise bei winterlichen Straßenverhältnissen.
Langsam ist sicher, lautet die Devise bei winterlichen Straßenverhältnissen.Foto: dapd

Tempo runter, sachte fahren und weit vorausschauen: Das sind die wichtigsten Regeln, um mit dem Auto im Winter über eisglatte Straßen heil ans Ziel zu gelangen. Dirk Vincken vom Automobilclub von Deutschland (AvD) rät, bei Glätte zum Beispiel im Stadtverkehr nicht schneller als 30 km/h zu fahren und möglichst 30 Meter Abstand zum Vorausfahrenden zu wahren. So bleibe in der Regel genug Zeit und Platz, um den Wagen sanft und sicher zu stoppen, ohne dass er außer Kontrolle gerät. Grundvoraussetzung für sicheres Fahren im Winter sind laut dem AvD-Sprecher Reifen mit "M+S"-Zeichen (Matsch und Schnee) und mindestens vier Millimeter Profil.

Gerät ein Auto trotz aller Vorsicht doch einmal ins Rutschen oder Schlingern, heißt es: Ruhe bewahren, blitzschnell die Kupplung treten und keine hektischen Lenkbewegungen machen. "Bei Fahrzeugen mit ABS die Bremse immer voll durchtreten und den Fuß drauflassen, bis der Wagen steht - nur dann arbeitet das Antiblockiersystem optimal", erklärt Vincken. Durch leichtes Gegenlenken kann eventuell die Rutschrichtung etwas korrigiert werden. Die Motorbremse sollte bei einer unfreiwilligen Schlitterpartie nicht genutzt werden, weil sie auf glatter Fahrbahn ein Ausbrechen des Fahrzeugs begünstigen kann.

"Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das eigene Auto bei Glätte verhält, kann ein wenig Übung nicht schaden", sagt Vincken. Er empfiehlt, bei Schnee und Eis zum Beispiel sonntags auf einem leeren Supermarktparkplatz zu testen, wie der Wagen auf Brems- und Lenkmanöver reagiert. "Ganz wichtig ist, dass man auf der Übungsfläche nirgendwo anecken kann und niemanden in Gefahr bringt", betont der AvD-Sprecher. (dpa)

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