Automesse : Der Reiz der Schweiz

Die Automesse in Genf kann kein Hersteller links liegen lassen. Eine Vorschau auf den Frühjahrssalon Anfang März.

Audi
Auch nach dem Ende der Olympischen Winterspiele bleiben die Ringe im Fokus. -Foto: Promo

Der Hybridantrieb ist auf dem Weg in die Mitte der automobilen Gesellschaft. Auf dem diesjährigen Genfer Salon (4. bis 14. März) feiern eine ganze Reihe neuer Modelle mit der sparsamen Doppelmotor-Technik Premiere. Auch die Deutschen sind mittlerweile zahlreich vertreten. Außerdem gibt es am Lac Leman neue Kleinwagenstars wie den Audi A 1 (unsere Fotos), praktische Familienmodelle sowie frische Cabrios zu bestaunen.

Während das Elektroauto bei deutschen Herstellern noch Zukunftsmusik ist, nehmen die Hybridmodelle Fahrt auf. Allerdings bislang nur in den oberen Fahrzeugklassen, wo die Kombination von Elektromotor und Benziner das Image durstiger Limousinen und Geländewagen aufpolieren soll. In Genf zeigen sich unter anderem die Geländewagen-Schwestermodelle VW Touareg und Porsche Cayenne mit dem prestigeträchtigen Ökoantrieb. Und auch BMW 5er und Mercedes-Benz E-Klasse fahren als Hybridautos vor. Selbst im Rennwagen Porsche GT3RS R findet sich ein Elektromotor, der am Kurvenausgang für ein paar Extra-PS und bessere Beschleunigung sorgen soll. Gespeist wird er jedoch nicht wie üblich von einem Akku, sondern von einem mechanischen Schwungrad.

Machen die Deutschen ihre ersten Hybridschritte, wollen die Japaner bereits neue Zielgruppen für die Ökotechnik erschließen. Für Kunden, denen der tropfenförmige Prius zu exotisch ist, hat Toyota seinem kompakten Brot-und-Butter-Auto Auris einen Hybridantrieb verpasst. Einen ähnlichen Weg geht Schwestermarke Lexus mit seinem ersten kompakten Hybridmodell, das ebenfalls dem europäischen Designgeschmack entspricht. Sparen und Spaß vereinen soll das dynamische Doppelmotor-Coupe Honda CR-Z.

Dass der Weg zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch nicht nur über neue Motorentechnologie führt, zeigt einer der größten Stars des Genfer Salons: der Audi A 1. Der Kleinwagen will die innenstadttaugliche Alternative zur großen Prestigelimousine sein und soll mit Premiumflair vor allem Mittelklassefahrer zum Umsteigen bewegen.

Experimentierfreudige Naturen will Nissan mit zwei Cityflitzern locken: Der Juke ist ein Crossover-Kleinwagen in der Optik eines Strandbuggys, der Micra-Nachfolger setzt hingegen auf sportliche Formen. Aber auch Familien werden bei den Messeneuheiten fündig. Der Mini-Van Opel Meriva wirbt mit gegenläufig öffnenden Türen und besonders flexibler Raumaufteilung, der VW Sharan hat mit drei Sitzreihen die bis zu siebenköpfige Großfamilie im Blick und Mazda zeigt die nächste Generation seines Schiebetür-Vans Mazda 5. Außerdem gibt es mit dem Kia Sportage und dem Mitsubishi ASX auch wieder neue kompakte SUV zu bestaunen. Wer es etwas klassischer mag, kann einen ersten Blick auf den neuen Ford Focus werfen, der ein Jahr vor Markteinführung sein Europadebüt feiert.

Dass es sich beim Automobilsalon um eine Frühjahrsmesse handelt, zeigen die neuen Cabriomodelle. Mercedes öffnet das Dach der E-Klasse und sorgt mit zahlreichen Komfortextras für ganzjähriges Wohlbefinden. Renault verpasst zum einen dem Twingo ein Klappdach und nennt den so entstandenen Roadster „Wind“, zum anderen feiert das neue Megane Coupe-Cabrio mit einem vollverglasten Klappdach Premiere.

Bei den traditionell zahlreichen Konzeptautos gehört in diesem Jahr der Peugeot SR1 zu den Stars. Der schnittige Sportwagen soll die neue Designlinie der Franzosen zeigen und braucht sich vor den Traumautos von Aston Martin oder Ferrari nicht zu verstecken. Eine neue Vision der automobilen Zukunft bietet hingegen Rinspeed mit einer Elektro-Stadtflitzer-Studie. Der emissionsfrei fahrende Winzling soll lange Strecken im maßgeschneiderten Eisenbahnabteil mit bordeigener Tankstelle zurücklegen können. hh

Der 80. Genfer Automobilsalon öffnet von 4. bis 14. März. Informationen zu Anreise und Unterkünften finden sich unter www.salon-auto.ch

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