Autonomes Fahren : Uber stellt bekannte Auto-Hacker ein

Die Ambitionen von Uber, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen, nehmen immer mehr Gestalt an. Nach Spezialisten für Roboter-Wagen und Karten kommen jetzt zwei bekannte Auto-Hacker zu dem umstrittenen Startup.

Die beiden Hacker Charlie Miller und Chris Valasek haben zuletzt im Juli für Schlagzeilen gesorgt: Durch einem IT-Angriff auf einen Jeep Cherokee konnten sie das Fahrzeug fernsteuern.
Die beiden Hacker Charlie Miller und Chris Valasek haben zuletzt im Juli für Schlagzeilen gesorgt: Durch einem IT-Angriff auf...Foto: dpa

Die beiden IT-Sicherheitsexperten, die schlagzeilenträchtig einen fahrenden Jeep gehackt haben, arbeiten jetzt für den Fahrdienst-Vermittler Uber. Charlie Miller und Chris Valasek nahmen Jobs in Ubers Technologie-Zentrum an, in dem vor allem an Technik für selbstfahrende Autos geforscht wird. Uber und die beiden Forscher machten am Wochenende keine Angaben dazu, was genau ihre Aufgaben sein werden.

Eines der reichsten Startups der Welt

Miller und Valasek sind seit Jahren so etwas wie Stars unter den Hackern, die nach Sicherheitslücken in Auto-Software suchen. Bei der im Juli vorgestellten Attacke auf einen Jeep Cherokee konnten sie über das Internet nicht nur Klimaanlage, Radio oder Scheibenwischer steuern, sondern in die Steuerung des Fahrzeugs eingreifen und etwa das Gaspedal deaktivieren. Der Jeep-Hersteller Fiat Chrysler musste daraufhin die Software in rund 1,4 Millionen Autos erneuern. Es war die erste bekannte Rückrufaktion in der Autoindustrie weger der Gefahr eines Cyberangriffs. Miller arbeitete bisher bei Twitter und Valasek bei der IT-Sicherheitsfirma IOActive.

Uber holte sich für sein Technologiezentrum bereits rund 40 Forscher von der Robotik-Abteilung der US-Universität Carnegie Mellon sowie Karten-Technologie von Microsoft. Mit mehreren Milliarden Dollar von Investoren zählt Uber zu den reichsten Startups. Auf der rasanten internationalen Expansion gibt es jedoch immer wieder heftige Konflikte mit der Taxi-Branche und Regulierern. (dpa)

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