Mazda-Studie Hazumi : Designerstück unter den Minis

Attraktiver Kundenfänger in Serienreife: Mit der Studie "Hazumi" zeigt Mazda, wie die nächste Generation eines ihrer Erfolgsmodelle aussehen könnte. Schon in wenigen Monaten könnte der Neue auf den Markt kommen.

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Führt das aktuelle Mazda-Design konsequent fort: Der neue Hazumi auf dem Genfer Autosalon.
Führt das aktuelle Mazda-Design konsequent fort: Der neue Hazumi auf dem Genfer Autosalon.Foto: Reuters

Die Japaner bleiben konsequent bei ihrer Design-Linie – und das ist gut so. Denn die sogenannte Kodo-Designsprache kommt weltweit an – und beschert Mazda stattliche Zuwächse. Der im Oktober vergangenen Jahres bei uns gestartete Mazda 3 hat sich inzwischen als das Gesicht in der Menge der Kompaktklasse etabliert. Nun soll mit dem künftigen Mazda 2 dieses erfolgreiche Konzept auf die nächsttiefere Kleinwagenklasse übertragen werden.

Es glänzt und dampft in Genf
Es geht rund in der Schweiz. Dort auf dem Autosalon zeigt die Autobranche, was sie an Neuigkeiten zu bieten hat. Die Welt dreht sich um das Thema Automobil am Lac Leman.Weitere Bilder anzeigen
1 von 41Foto: dpa
05.03.2014 10:54Es geht rund in der Schweiz. Dort auf dem Autosalon zeigt die Autobranche, was sie an Neuigkeiten zu bieten hat. Die Welt dreht...

Basis für Mazda 2

In Genf stellen die Japaner deshalb die Studie Hazumi vor. Dieser japanische Name bedeutet so viel wie "aufspringen"; im übertragenen Sinne sollen also neue Kunden in diesem bewährten Mazda-Design-Zug auch im Kleinwagenabteil mitfahren. Dieses Angebot ist durchaus attraktiv, denn die Studie Hazumi ist die Basis für einen künftigen Mazda 2, der in diesem Segment auch auf sich aufmerksam machen wird. Das Concept Car (also der neue Mazda 2) ist 15 Zentimeter länger als der alte Mazda 2 und überspringt mit 4,07 Meter die magische Viermeter-Schwelle. Bis zum VW Golf fehlen nur noch 18 Zentimeter.

Hochwertig. Im Cockpit des Mazda 2 findet sich sogar ein Head-up-Display.
Hochwertig. Im Cockpit des Mazda 2 findet sich sogar ein Head-up-Display.Foto: Rainer Ruthe

Ein stattlicher Kleinwagen also, der gegenüber dem VW Polo um zehn Zentimeter länger ist. Sozusagen die neue VW-Zwischengröße. Der aufgeräumte Innenraum zeigt zwar noch viel Messeschminke, doch lassen sich bereits jetzt Grundstrukturen des neuen Cockpits herauslesen. So dürfte das in der Kleinwagenklasse noch seltene Head-up-Display ebenso kommen wie der sportliche Zentraltacho mit digitalen Elementen. Beides gibt es schon im Dreier. Vielleicht schafft es auch die elegante, frei stehende Mittelkonsole.

Bei den Motoren gibt es einen interessanten Neuzugang. Einen 1,5 Liter großen Dieselmotor, der bei gut 100 PS Leistung nur etwa drei Liter Diesel pro 100 Kilometer verbrauchen soll. Mehr ließen sich die Japaner nicht entlocken. Nur so viel, dass dieser neue Motor serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik sowie einem Sechsstufen-Automatikgetriebe gekoppelt sein wird. Auch dieses Triebwerk dürfte nach der SKYAKTIV-Technologie arbeiten, also für einen Selbstzünder mit 14:1 extrem niedrig verdichtet sein. So sollte auch der kleinste Diesel, wie sein größerer 2,2-Liter-Bruder, ohne zusätzliche Harnstoffeinspritzung und zusätzlichen SCR-Katalysator die Euro-6-Abgasnorm erfüllen.

Mögliche Markteinführung 2015

Im Benzinerbereich greift Mazda auf den bewährten 1,5-Liter-Benziner mit 101 PS zurück, der im Mazda 3 mit einem Normverbrauch von 5,1 Litern angegeben ist. Im leichteren Mazda 2 dürfte daher eine Vier vor dem Komma stehen. Eine starke Ansage gegen den soeben überarbeiteten VW Polo, der sich auch nach leichten optischen Retuschen als der Kühle aus dem niedersächsischen Norden präsentiert.

Man kann hoffen, dass sehr viel von der reizvollen Studie Hazumi den Weg in die Serie finden wird. Das war ja schon bei anderen Mazda-Konzepten so. Die Japaner werden auf dem Pariser Autosalon im Oktober die Serienversion des Mazda 2 zeigen. Anfang 2015, so ein Mazda-Sprecher hinter vorgehaltener Hand, wird der neue Kleinwagen bei uns auf den Markt kommen.

PS: Der schicke Zweier bekommt binnen Jahresfrist noch einen Bruder, der das Zeug zum Bestseller haben dürfte. Auf Basis des Mazda 2 entsteht nämlich der Mazda CX-3. Dabei handelt es sich um eines dieser derzeit sehr beliebten Kompakt-SUV. Der CX-3, unterhalb des sehr erfolgreichen CX-5 platziert, soll gegen die Bestseller Opel Mokka, Peugeot 2008 sowie den neuen Jeep Renegade und den künftigen VW Taigun antreten. Der Mazda CX-3 wird auch mit den sparsamen Motoren zu haben sein.

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