Sportlimousine Quant F : Der Flusszellen-Flitzer ist fast fertig

Ein Supersportwagen mit Elektroantrieb und mehr als 1000 PS? Für die Straße eigentlich undenkbar, doch die Liechtensteiner Firma Nanoflowcell will den Quant F serienreif haben. Experten haben aber noch Zweifel an der Technik.

Der Elektro-Sportwagen Quant F bezieht seine Antriebsenergie aus einer Flusszelle. Foto: dpa
Der Elektro-Sportwagen Quant F bezieht seine Antriebsenergie aus einer Flusszelle.Foto: dpa

Die Liechtensteiner Firma Nanoflowcell treibt die Entwicklung ihrer elektrischen Sportlimousine voran. Der für den Genfer Salon Anfang März angekündigte Prototyp Quant F ist ein nahezu serienreifes Auto, teilt das Unternehmen mit. Der Flügeltürer fährt mit vier E-Motoren, die aus einer Flusszelle mit Strom versorgt werden. Die ausgewiesenen Daten klingen vielversprechend: bis zu 802 kW/1090 PS Leistung, ein Spitzentempo jenseits von 300 km/h und über 800 Kilometer Reichweite pro Elektrolyte-Tankfüllung.
Am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal sieht man die Ankündigungen von Nanoflowcell skeptisch: „Wir haben in den vergangenen Jahren selbst zu einem mobilen Einsatz der Flussbatterien intensiv geforscht. Der jetzige Stand ist der, dass diese Batterien für den mobilen Einsatz eine zu geringe Energie- und Leistungsdichte haben“, berichtet Jens Noack vom ICT. Er könne aber auch nicht ausschließen, dass wirklich ein Durchbruch erzielt wurde. Details zum Energiespeicher gibt Nanoflowcell nicht heraus. „Momentan gibt es dazu nur Marketinginformationen, die leider rein gar nichts aussagen“, bedauert Noack.

Vom Prototyp Quant F ist es laut dem Entwickler Nanoflowcell nur noch ein kleiner Schritt bis zum Serienmodell. Foto: promo
Vom Prototyp Quant F ist es laut dem Entwickler Nanoflowcell nur noch ein kleiner Schritt bis zum Serienmodell.Foto: promo

Für den Genfer Salon hat Quant daneben ein weiteres Elektroauto mit Flusszelle als Energielieferant angekündigt. Die Studie Quantino, ein 3,91 Meter langer 2+2-Sitzer mit 100 kW/136 PS, wird dort neben der 5,25 Meter langen Sportlimousine Quant F gezeigt. Das Niedervoltfahrzeug soll mit 350 Litern Elektrolyte-Flüssigkeit, die zur Stromgewinnung benötigt und dann verdampft wird, über 1000 Kilometer weit kommen. (dpa)

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben