Neuheiten von der IAA : Spannendes in Serie

Die IAA brachte uns zahlreiche Neuheiten, die direkt beim Händler stehen. Aus dieser Masse sind uns diese aufgefallen.

VW Golf Sportsvan
VW Golf SportsvanFoto: Hersteller

VW Golf Sportsvan

Volkswagen ist bekannt dafür, wenig aufregende, aber sehr erfolgreiche Autos zu bauen. So ist auch der neue Golf Plus, der nun Sportsvan heißt, optisch keine Offenbarung. Vielmehr ein nettes, solides Auto, das Ihnen aber sicher bald in Ihrer Straße begegnen wird. Der Grund dafür ist, dass VW-Autos einfach praktisch sind. Und diese Disziplin beherrscht der Sportsvan besonders gut. Die Rückbank ist verschiebbar und bietet Platz für 498 Liter Gepäck. Erweiterbar ist der Stauraum auf bis zu 1512 Liter. Dafür legt er beim Radstand gegenüber dem normalen Golf um fünf und in der Gesamtlänge um acht Zentimeter zu. Damit bleibt er immer noch 20 Zentimeter kürzer als ein Passat. Vor allem aber ist er mit 1,58 Meter der höchste aller Gölfe und bietet so wieder die erhöhte Sitzposition, die ihn so beliebt macht. Damit dürfte auch dieser Golf die VW-typischen Sieger-Gene in sich tragen. Wann er genau auf den Markt kommt, ist noch offen. Aber das er kommt, ist gewiss.

Motoren vier Benziner, zwei Diesel | PS 85 bis 150 PS | Highlight Blue-Motion-Modell mit 3,7 Liter Verbrauch | Marktchancen Potenzial zum Bestseller

Kia Soul

Kia Soul
Kia SoulFoto: Hersteller

Der lifestylige Mini-Van Kia Soul hat den Koreanern zwar bisher durchaus Aufmerksamkeit für das extravagante Design eingebracht. Aber Verkaufserfolge konnte das Modell bisher eher nicht feiern. Deshalb wurde der Soul grundlegend überarbeitet, bleibt aber optisch weitgehend bei dem bekannten Konzept. Die zwei Zentimeter an Länge sollen den Passagieren im Fond zugute kommen. Breiter ist er auch geworden und die Karosse soll nun deutlich steifer geworden sein. Vor allem aber will Kia das Hartplastik-Ambiente im Innenraum vertreiben und hat dazu Klavierlack-Optik und aufgeschäumte Kunststoffe verbaut. Und der neue Soul soll durch bessere Geräuschdämmung leiser werden. Kia betont, dass es sich unter dem Blech um eine komplette Neuentwicklung handelt. Ansonsten wurden aber noch wenig verraten. Man darf gespannt sein.

Motoren noch nicht bekannt | PS noch nicht bekannt | Highlight die Offroad-Optik und das neue Interieur | Marktchancen kann nur besser werden

BMW i8

BMW i8
BMW i8Foto: Hersteller

Als sich BMW-Chef Norbert Reithofer auf der IAA aus dem i8 quält, wird jedem klar, dass Sportwagen fahren auch nicht immer ein Genuss ist. Zur seiner Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass beim Aussteigen aus einem 1,30 Meter flachen Auto niemand gut aussieht. Der Sportwagen der neuen Submarke von BMW ist dennoch ein Auto, das es lohnt zu fahren. Denn technisch ist der i8 genauso wegweisend wie sein kompakter Bruder, der i3. Ein Dreizylinder-Benziner generiert beachtliche 231 PS und ein Elektromotor steuert 121 PS bei.

Das hört sich für einen Sportwagen erst mal nicht sensationell an. Aber erste Testfahrten vor der Messe zeigten, dass der nur 1,5 Tonnen leichte Renner fahrdynamisch viel zu bieten hat. Erst das fein austarierte und optimierte Zusammenspiel zwischen Elektromotor und dem relativ kleinen Benziner machen aus dem i8 einen Sportwagen. Und technisch zeigt dieser BMW, wie Sportwagen in der Zukunft aussehen könnten, damit sie gesellschaftliche Akzeptanz finden. Leichtbau, Hybrid und ein sehr ansprechendes Äußeres – darauf können wir uns freuen.

Motor Dreizylinder-Benzinmotor und E-Motor | PS 462 PS insgesamt | Highlight Laserlicht statt LEDs | Marktchancen exklusiv

Citroën Grand C4 Picasso

Citroën C4 Grand Picasso
Citroën C4 Grand PicassoFoto: Hersteller

Früher war auf Citroën Verlass. Das Design der Autos war besonders, aber zuverlässig knirschte es irgendwo und sonderlich praktisch waren die Autos oft auch nicht. Das ist in den letzten Jahren anders. Mit der DS-Linie haben die Franzosen gezeigt, dass sie auch Qualität mit flottem Design können. Das zeigt nun auch der Grand C4 Picasso. Er beweist, dass ein Van keineswegs langweilig sein muss. Außen ist das schnell zu erkennen und innen unterstreicht das das zwölf Zoll große Display in der Mitte, das das Cockpit ersetzt. Außerdem bietet das Modell auch noch reichlich Platz für mindestens fünf Personen, zur Not auch für sieben. Technisch bleibt dieser Citroën, neben dem Cockpit, eher konventionell. Aber preislich ist das Auto attraktiv. Die Langversion des C4 Picasso kostet gerade mal 1000 Euro mehr.

Motor zwei Benziner, drei Diesel | PS 92 bis 150 PS | Highlight das Design des Armaturenträgers | Marktchancen könnte gut ankommen

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Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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