Studien von der IAA : Visionen, die in die Zukunft zeigen

Sie sind aufregend, visionär und bringen uns zum träumen. Vier Studien von der vergangenen IAA, die im Gedächtnis bleiben.

Audi Nanuk Quattro
Audi Nanuk QuattroFoto: Hersteller

Audi Nanuk Quattro

Er ist eine Mischung aus SUV und Sportwagen und sieht aus, als ob er gerade aus einer Mondkapsel gefallen wäre. Kann über Kraterpisten fahren, könnte aber auch auf der Nordschleife eine sehr gute Rundenzeit hinlegen. Vor allem weil er einen neu entwickelten Zehnzylinder- Diesel im Heck trägt. Der leistet gigantische 1000 Newtonmeter Drehmoment und entwickelt mit einem Biturbosystem544 PS. Damit sprintet er in 3,8 Sekunden auf 100 km/h. Ein Wert, mit dem er sich in die Riege der Supersportwagen einreihen würde.

Damit der Audi Nanuk Quattro den Spagat zwischen Gelände und Rennstrecke schaffen kann, lässt sich die Bodenfreiheit über eine Luftfederung regeln. Und zwar auf zwei Arten: manuell oder das Auto berechnet über Navigationsdaten den benötigten Freiraum selbst. Chancen auf Realisierung? So gut wie keine. Aber die Designsprache ist wegweisend und dürfte sich in künftigen Audi-Modellen wiederfinden.

Smart fourjoy

Smart Fourjoy
Smart FourjoyFoto: Hersteller

Mit Studien kennt man sich aus bei Smart. In die Serie hat es aber von den vielen Konzepten der letzten Jahre keines geschafft. Dabei könnte die Optik des Kleinstwagens durchaus mal frischen Wind gebrauchen. Eine Neuheit wird nächstes Jahr aber kommen: der viersitzige Smart. Sie sagen, das gab es doch schon mal? Genau. 2006 wurde der Forfour wegen Erfolgslosigkeit eingestellt. Nächstes Jahr also ein neuer Anlauf. Nur lässt die gemeinsame Basis mit dem Renault Twingo erahnen, dass dieses Modell wohl nicht ganz so flott daherkommt wie der Fourjoy. Das Thema urbane Mobilität spielt Smart aber gekonnt. Für die jugendlichen Aspekte sorgen Helme im Heck und das Skateboard auf dem Dach. Apropos Dach, das fehlt beim Fourjoy teilweise. Das dürfte beim Viersitzer anders werden.

Opel Monza Concept

Opel Monza Concept
Opel Monza ConceptFoto: Markus Mechnich

Opel war ja in den letzten Jahre nicht gerade erfolgsverwöhnt. In die Studie Monza Concept scheinen die Rüsselsheimer ihre ganze Innovationskraft, aber auch ihren ganzen Frust geladen zu haben. Und es hat sich gelohnt, denn die Studie ist nicht nur optisch ein Traum. Auch technisch hat sie einiges zu bieten. Bei der Draufsicht bestechen die Flügeltüren, die dynamisch gezeichnete Front und das Heck, das die Form eines Shooting Brakes hat. Die B-Säule haben die Designer zugunsten der Flügeltüren gleich weggelassen.

Laut Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sollen künftig alle Opel so ähnlich aussehen. Und innen? Voll digitale Instrumententräger hat man auch schon bei anderen Autos gesehen, zuletzt bei der S-Klasse. Aber bei Opel erstreckt sich der Screen über die ganze Fahrzeugbreite und die Mittelkonsole. Knöpfe oder Schalter gibt es nicht mehr. Wo es auf der riesigen Fläche nichts zu regeln gibt, werden Animationen eingeblendet. Einfach wow!

Volvo Coupé Concept

Volvo Coupé Concept
Volvo Coupé ConceptFoto: Hersteller

Design und Schwedenstahl waren ja früher Dinge, die eher nicht so zusammengingen. Das hat sich bei Volvo in den letzten Jahren aber gründlich geändert. Wo die Schweden zukünftig optisch hinwollen, zeigt das Volvo Coupé Concept. Und das wäre mal was, wenn ein V70 später mal so aussehen würde. Auch innen gibt es was zu sehen. Die Instrumente sind aus purem Aluminium gefräst und kontrastieren mit offenporigem Holz. Nur der Automatikhebel aus Kristall sieht eher aus wie die Kugel einer Wahrsagerin. Auch zukunftsweisend: Unter der Haube werkelt ein 400-PSHybride. Schade, dass Volvo eine Serie des Modells konsequent ausschließt. Lediglich Designelemente sollen in Volvo-Modellen realisiert werden. Ein echter Jammer!

Rückblick: Neue Kompakt-SUVs von der IAA.

Rückblick: Vier Neuheiten von der IAA, die uns im Gedächtnis blieben.

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