Bagatellschäden am Auto : Nach 30 Minuten zur Polizei

Ein Parkrempler, ein Quietschen, ein Kratzer - aber der Besitzer des beschädigten Autos ist nicht erreichbar? Dann gilt es, spezielle Regeln zu beachten - mit zwei Voraussetzungen...

Abwarten: Ist der Halter des beschädigten Fahrzeugs nicht gleich auffindbar, muss an der Unfallstelle 30 Minuten lang gewartet werden - bei Bagatellschäden kann dann die Polizei verständigt werden.
Abwarten: Ist der Halter des beschädigten Fahrzeugs nicht gleich auffindbar, muss an der Unfallstelle 30 Minuten lang gewartet...Foto: dpa

Bei Bagatellschäden muss die Polizei in der Regel nicht verständigt werden. Aber was tun, wenn zum Beispiel nach einem kleinen Parkrempler der Geschädigte nicht gleich aufzufinden ist? Laut dem TÜV Rheinland muss der Unfallverursacher dann mindestens 30 Minuten am Unfallort warten. Taucht der Fahrer in dieser Zeit nicht auf, „dann schildere ich dies der Polizei, gebe das Kennzeichen des Geschädigten durch, fahre zur nächsten Dienststelle und lege meine Personalien vor“, erklärt TÜV-Experte Hans-Ulrich Sander. Nur so lasse sich eine Strafanzeige wegen Verkehrsunfallflucht vermeiden.

Nächster Schritt: Versicherung informieren

Ein Bagatellschaden liegt laut Sander bei einer Schadenshöhe bis etwa 1000 Euro vor. Und es darf keine Verletzten geben. „Als Schädiger muss ich mich zu erkennen geben und auf den Geschädigten warten.“ Dazu reiche es nicht, einen Zettel mit Kontaktdaten am demolierten Auto zu hinterlassen. Beide Parteien müssen Gelegenheit haben, persönlich ihre Kontakt- und Versicherungsdaten auszutauschen.

Im nächsten Schritt informiert der Unfallverursacher seinen Kfz-Versicherer. „Der Geschädigte muss selbst an den gegnerischen Haftpflichtversicherer herantreten - von alleine passiert gar nichts“, sagt Sander. Geraten die Unfallbeteiligten vor Ort in Streit, könne es auch bei einem Bagatellschaden sinnvoll sein, die Polizei zu rufen.(dpa)

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