Beetle : Einen Golf bitte – aber rund

An diesem Wochenende startet der neue Beetle – unsere Probierfahrt durch Berlin führt zu einem widersprüchlichen Ergebnis.

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Der Innenraum hat trotz reichlich Hartplastik gewonnen – das Armaturenbrett nimmt jetzt viel weniger Platz weg. Von außen wirkt der Beetle flacher und athletischer.
Der Innenraum hat trotz reichlich Hartplastik gewonnen – das Armaturenbrett nimmt jetzt viel weniger Platz weg. Von außen wirkt...Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora

Die Aufgabe war sowohl für die VW-Techniker als auch für die Designer extrem schwierig: Entwickelt einen Nachfolger des New Beetle, der nicht zu weit weg ist vom glücklosen Vorgänger, aber viel weiter dran am Original – und der in attraktiver Hülle neueste Technik zu nicht abgehobenen Preisen bietet. Vom Ergebnis kann sich jetzt jeder ein eigenes Bild machen: An diesem Wochenende startet der neue Beetle bei den Händlern.

Ist die Operation gelungen? Ja, denn der Beetle der zweiten Generation – nun ohne den Zusatz „New“ – ist geglückt. Und er birgt jede Menge Überraschungen. Das Auto spielt jetzt viele unterschiedliche Rollen, die man so vielleicht gar nicht bei VW geplant hatte. Für eine erste Testfahrt haben die Wolfsburger uns nur die Topversion mit 200 PS und Direktschaltgetriebe zur Verfügung gestellt. Im hippen Berlin fällt das hippe Auto auf; Passanten drehen sich um; ein Radfahrer hebt sogar anerkennend den Arm.

Optische Prüfung also bestanden! Zumindest außen. Innen sieht es etwas anders aus. Da erwartet einen letztlich zuviel niedersächsische Perfektion. Trotz einiger liebevoller Details will die „alte Liebe“ nicht so recht aufkommen. Die Instrumente sind perfekt ablesbar, es fehlen auch nicht die traditionellen Halteschlaufen, wohl aber praktische Ablagefächer. Witzig sind das in Käfermanier nach oben ausklappbare Handschuhfach sowie die lackierte Blende, die sich an den Seiten bis in den Fond zieht.

Mit Glanz, ohne Vase.
Mit Glanz, ohne Vase.Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora

Überraschend viel Hartplastik findet sich auf dem Armaturenträger. Das passt nicht zum sonst so hohen Anspruch. Traditionalisten werden die Blumenvase vermissen. Wir trösten sie. Auf unsere spezielle Nachfrage beim Marketing heißt es, es werde sie im Zubehör geben. Den Preis will man uns aber noch nicht nennen.

Beetle Nummer zwei ist 15 Zentimeter länger geworden. Die Achsen liegen nun zwei Zentimeter weiter voneinander entfernt, die Frontscheibe steht steiler und das flachere Dach wurde länger. Das alles reicht, um vier Erwachsene anständig zu befördern. Nebst Gepäck natürlich, denn der Kofferraum fasst nun 310 Liter; damit 100 mehr als beim Vorgänger.

Was sonst noch unter dem Beetle-Blech steckt und wie sich der Kugel-Porsche fährt, lesen Sie auf Seite zwei.

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