Beleuchtung für das Fahrrad : Stecklicht ersetzt keinen Dynamo

Viele Radfahrer sind sich dieser Tatsache wahrscheinlich nicht bewusst, aber der gute, alte Dynamo ist nach wie vor Pflicht an Fahrrädern. Auch die modernen Stecklampen ersetzen ihn nicht. Wer ohne Dynamo fährt riskiert ein Bußgeld.

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist gute Sichtbarkeit für Radfahrer lebenswichtig.
Gerade in der dunklen Jahreszeit ist gute Sichtbarkeit für Radfahrer lebenswichtig.Foto: dpa

Stecklichter sind an herkömmlichen Fahrrädern laut Gesetz derzeit kein Ersatz für eine Beleuchtung mit fest installiertem Dynamo. Viele Radler nutzen zwar abnehmbare Batterieleuchten. Das dürfen sie der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zufolge aber nur, wenn es an ihrem Fahrrad zusätzlich eine Dynamobeleuchtung gibt - für den Fall, dass den Batterien unterwegs der Saft ausgeht, erläutert der TÜV Nord. Ausgenommen von dieser Regel sind Rennräder mit einem Gewicht bis elf Kilogramm. Wer regelwidrig Batterieleuchten ans Rad steckt, riskiert zehn Euro Bußgeld.
Das könnte sich bald ändern: Eine Expertengruppe prüft derzeit die Dynamopflicht für Fahrräder. Einen entsprechenden Bericht der "Saarbrücker Zeitung" bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Mit einer Empfehlung sei bis zum Frühjahr zu rechnen.

Reflektoren für die Reifen
Neben der Dynamopflicht schreibt die StVZO für Fahrräder einen weißen Frontscheinwerfer und rotes Rücklicht vor. Standlicht am Fahrrad ist kein Muss, aber erlaubt und laut dem TÜV Nord im Sinne der Verkehrssicherheit sinnvoll. Pflicht sind dagegen passive Beleuchtungselemente: ein weißer Frontreflektor, der in den Scheinwerfer integriert sein darf, ein roter Reflektor hinten, gelbe Pedalrückstrahler sowie gelbe Speichenreflektoren vorne und hinten. Von Letzteren sind mindestens zwei um 180 Grad versetzte Reflektoren vorgeschrieben. Die Alternative zu ihnen sind Reifen mit weißen Reflexionsstreifen an den Seiten.

Verkehrssicher ist den TÜV-Angaben zufolge ein Fahrrad nur dann, wenn alle Bauteile der Beleuchtung das deutsche Prüfzeichen tragen. Das sei an einer Zulassungsnummer mit Wellenlinie zu erkennen. (dpa)

Abgefahren - Ihre unbeliebtesten Radstrecken
Brunnenstraße in Mitte, kurz vor der Kreuzung zur Invalidenstraße. Ohne jegliche Vorwarnung müssen Fahrradfahrer hier abbremsen und auf der Straße weiterfahren, oder zwischen den Stühlen am Eiscafé und Gegenverkehr vorbeischieben. Der Radfahrer im Bild macht es allerdings leider falsch: Er hätte auf dem Gehweg absteigen müssen. Der Eisverkäufer berichtet von täglichen Fast-Unfällen und lauten Auseinandersetzungen zwischen schimpfenden Fußgängern und gegängelten Radlern. "Immerhin ist sein Eis lecker", schreibt unser Leser, der anonym bleiben möchte.Weitere Bilder anzeigen
1 von 409Foto: Raoul
11.10.2016 13:34Brunnenstraße in Mitte, kurz vor der Kreuzung zur Invalidenstraße. Ohne jegliche Vorwarnung müssen Fahrradfahrer hier abbremsen...
Tops und Flops bei Vans und Minis
2012 war ein Jahr der Erfolge für die deutsche Autoindustrie. Alle wichtigen deutschen Unternehmen der Branche konnten Rekordzahlen vermelden. Das hängt allerdings vor allem am Export. Denn der deutschen Markt stagnierte. Am Ende werden laut Verband der deutschen Autoindustrie wahrscheinlich rund 3,1 Millionen Neuwagen hierzulande verkauft worden sein.Weitere Bilder anzeigen
1 von 32Foto: dpa
04.01.2013 17:032012 war ein Jahr der Erfolge für die deutsche Autoindustrie. Alle wichtigen deutschen Unternehmen der Branche konnten...

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

57 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben