• Besser, man hält den Schlüssel bei sich Kasko muss nicht zahlen, wenn Diebe Unfälle bauen

Auto : Besser, man hält den Schlüssel bei sich Kasko muss nicht zahlen, wenn Diebe Unfälle bauen

Wer während eines Gaststätten- oder Discobesuchs nicht ausreichend auf seine Autoschlüssel achtet, verliert beim Diebstahl seines Fahrzeugs die Ansprüche gegen die Kaskoversicherung. Das ist das Fazit einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken.

Im entschiedenen Fall war Pia M. mit zwei Freundinnen in die Disco gefahren. Als sie zum Tanzen aufgefordert wurde, stellte sie ihre Handtasche samt Autoschlüssel, wie viele andere auch, auf eine Treppe vor einer unbenutzten Tür. Gleichzeitig bat sie ihre Freundinnen aufzupassen. Nach dem Tanz waren nicht nur die Tasche, sondern auch das Auto weg. Es wurde zwar später erheblich beschädigt wieder gefunden, doch die Kaskoversicherung verweigerte die Erstattung der Reparaturkosten. Zu Recht, wie das Oberlandesgericht meint. Die Richter werteten das Verhalten von Pia M. als leichtfertig und sorgfaltswidrig.

Gerade da so viele Taschen auf der Treppe standen, war dies geradezu eine Einladung für Diebe, auf gezielte Suche zu gehen. Der Hinweis, Freund oder Freundin hätten aufpassen sollen, entlastet nicht. Diese seien schließlich auch zu ihrem Vergnügen und nicht als Wächter anwesend, selbst wenn die beiden Freundinnen angaben, immer wieder zur Tasche geschaut zu haben. Damit sei das Verhalten als grob fahrlässig zu werten und gebe der Versicherung das Recht, jeglichen Schadensausgleich zu verweigern.

Die Richter machten zusätzlich noch die Gefährlichkeit der heute üblichen Funkfernbedienungen für Fahrzeuge deutlich. Bei den früher üblichen Schlüsseln musste ein Dieb bei jeder einzelnen Fahrertür ausprobieren, ob der Schlüssel passte. Das war zeitaufwendig und er konnte auffallen. Der Schlüsseldieb anno 2011 muss lediglich noch über die Straße gehen, den Fernbedienungsknopf betätigen und darauf achten, welcher Wagen über seine Blinker Empfangssignal gibt. Dies wird noch zusätzlich durch die große Reichweite des Funksignals erleichtert (O´berlandesgericht Saarbrücken, Aktenzeichen.: 5 U 102/09// DAR 2010,506//). We

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