BMW 1er jetzt auch mit Allrad : Her mit den Flocken

Ein Einser mit Hinterradantrieb ist im Winter kein Vergnügen. So sportlich der Antrieb von hinten sonst auch sein mag, auf rutschigem Terrain hat er seine Nachteile. Gut, dass es den Kompakten jetzt auch mit xDrive gibt.

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„Velvet“ ist einer der Ersten. Er hat am Nikolaustag seinen Einser mit Allrad abgeholt – und postet die Fotos seines schneeweißen Wittchens an die Leser im „1erforum.de“. Der zur Schau gestellte Stolz fällt auf fruchtbaren Boden: Es gibt eine Reihe Fans, die sehnsüchtig darauf warten, den kleinen Bayer endlich mit Allrad fahren zu können. Möglich ist das je nach Neigung und finanziellem Wasserstand in zweierlei Ausprägung: Wer den Winter vernunftgesteuert bezwingen will, greift für 30 500 Flocken zum 120d xDrive und freut sich über Verbrauchswerte zwischen fünf und sechs Litern. Falsch macht man mit dem 184-PS-Diesel nichts: Er läuft ruhig, hat durchaus Sprintqualitäten und meistert den Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit ausgezeichnet. Stürmischer wird es am oberen Ende der Freude-am-Fahren-Skala: Da warten 320 PS im M135i xDrive darauf, der kalten Jahreszeit einzuheizen – in dezenter Sportoptik, mit tiefergelegtem Fahrwerk und ausschließlich mit feinster Achtgang-Automatik.

Im Antriebsstrang bedienen sich beide Einser einer ausgereiften Technik, die bei BMW seit 2004 das Markenetikett xDrive trägt. Dabei handelt es sich um ein permanentes, aktives System: Der Allrad ist immer in Betrieb. Standardmäßig landen 40 Prozent der Kraft auf der vorderen Achse, 60 Prozent auf der hinteren. Bei schlechten Bedingungen kann sich das Verhältnis schnell ändern: In jeder Fahrsituation und bei jedem Tempo überprüft die Elektronik, wie es mit dem Grip auf der Straße aussieht und wie die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse dazu passend verteilt werden soll. Das passiert in Sekundenbruchteilen und unmerklich für den Fahrer – zumal der sich schon nach kurzer Zeit kaum noch daran erinnern wird, um wie viel heftiger ein Auto ohne Allrad über- oder untersteuern würde.

Driften nicht nur für Rowdies

„Fortgeschrittene“ Allrad-Features wie die Bergabfahrhilfe Descent Hill Control findet man im Einser naturgemäß nicht; sie bleiben den x-Modellen x3, x5 und x6 vorbehalten. Die sind (zumindest theoretisch) auch für härtere Offroad-Ausflüge gedacht. Der Einser mit xDrive ist auf legalen Wegen mit festem oder losem Untergrund zu Hause; seien sie verschneit, vermatscht oder stellenweise eisglatt. Mit purem Hinterradantrieb, wie ihn der Einser von Hause aus mitbringt, sind derlei Bedingungen noch nie ein Zuckerschlecken gewesen – jetzt dürfen die Eigner getrost davon ausgehen, den Winterurlaub in den Bergen genießen zu können, ohne gleich Winterketten anlegen zu müssen.

Wie viel Spaß die Allradversionen des Einsers jenseits des Pflichtprogramms machen, offenbaren winterliche Fahrtrainings, wie sie auch BMW anbietet. Nach einem Slalom um die Pylonen versteht den Begriff Traktion auch, wer von Technik eigentlich gar nichts versteht. Und wer meint, Driften auf spiegelndem Grund sei nur etwas für durchgeknallte Rowdies, der wird eines Besseren belehrt. Klar, es ist ein krachendes Vergnügen, unter Anleitung von Instruktoren viel Gas zu geben, wenig gegenzulenken und kontrolliert um die Kurve zu fliegen. Vor allem aber lernt man eine Menge über das Auto und über sich. Gruß an die Fingerspitzen.

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