BMW C 600 Sport und C 650 GT : Rock’n’Roll für Sport und Touring

Lange wurden sie erwartet, jetzt sind sie endlich da: die beiden BMW Maxi-Scooter C 600 Sport und C 650 GT. Als eine der ersten Pressevertreterinnen hatte unsere Testerin Sabine Beikler die Gelegenheit, die BMW-Neuheiten unter spanischer Sonne Probe zu fahren.

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Den sich wandelnden Anforderungen an die urbane Mobilität begegnet BMW Motorrad jetzt mit zwei Premium-Fahrzeugen im Maxi-Scooter-Segment.
Den sich wandelnden Anforderungen an die urbane Mobilität begegnet BMW Motorrad jetzt mit zwei Premium-Fahrzeugen im...Foto: Hersteller

Ein Scooter! Automatikgetriebe!! Die Sitzposition!!! Meine Begeisterung als passionierte Motorradfahrerin, sich als "Trittbrettfahrerin" mit einem Maxi-Roller durch Madrid und das Umland zu bewegen, hält sich zunächst in Grenzen. Ein Großroller muss praktisch, handlich sein und gut beschleunigen können. Ganz zu schweigen von der Schräglagenfreiheit. Können die neuen Maxi-Scooter C 600 Sport und C 650 GT von BMW Motorrad da überzeugen?
Vor drei Jahren entschloss sich der bayerische Automobilkonzern, einen Scooter made by BMW zu konzipieren. Mit den Rollern will das Unternehmen den Großstädtern ein Konzept für die urbane Mobilität anbieten. Dass auch BMW Scooter ins Programm aufgenommen hat, liegt in erster Linie an den gewachsenen Wünschen und Bedürfnissen eines Stadtbewohners: Auf einen fahrbaren Untersatz wollen viele nicht verzichten, insbesondere in Großstädten zählen allerdings nervige Staus zum täglichen Straßenbild. Der Fahrspaß bleibt hier auf der Strecke, und von Mobilität kann man eigentlich auch nicht wirklich sprechen. Die politischen Tendenzen, Innenstädte möglichst autofrei zu halten, bewirken darüber hinaus, dass es zunehmend CO2-Auflagen für das Fahren in der City gibt. Und deshalb stößt BMW mit den beiden Scootern auch gezielt in dieses Segment.

Fahrspaß hoch zwei

"Agilität und Komfort sollen vereint werden", sagt Kaspar Danzer, Leiter der Baureihe Urbane Mobilität bei BMW. Dabei setzt BMW auf vier Schwerpunkte: attraktives Design, Alltagstauglichkeit, agiler Antrieb und ein gutes Fahrwerk. Der "sportlich engagierte Fahrer", so Danzer, werde wohl eher zum C 600 Sport greifen, der komfortorientierte Fahrer den C 650 GT vorziehen. Denn den neuen BMW-Roller gibt es gleich in zwei Varianten: Der C 650 GT ist die Tourer-Version mit einer komfortablen Sitzbank, einer elektrisch verstellbaren Scheibe, Verkleidung und ausreichend Stauraum. Der GT ("Gran Tourismo") erinnert auch an die schweren Motorräder der K- und R-Baureihen mit Vier- und Sechszylinder oder Boxermotor. Der Scooter C 600 Sport hingegen hat ein kleineres, nach oben zulaufendes Heck, ein härter abgestimmtes Fahrwerk und eine Scheibe, die von Hand verstellt werden muss. Auch die Verkleidung ist schmaler geschnitten, so dass der Wind dem Fahrer deutlich strammer um die Ohren weht.

Die unterschiedliche konzeptionelle Ausprägung der beiden Roller spricht verschiedene Zielgruppen an.
Die unterschiedliche konzeptionelle Ausprägung der beiden Roller spricht verschiedene Zielgruppen an.Foto: Hersteller

Der Motor hingegen ist bei beiden Fahrzeugen der gleiche: ein Zweizylinder-Reihenmotor mit 647 Kubikzentimetern und einer Leistung von knapp 60 PS (44 kW). BMW wirbt mit einem kernigen Sound und einem vibrationsarmen Triebwerk. Natürlich hält der Sound einem Vergleich mit einer Ducati nicht Stand. Wer Bedenken hat, mit seinem Sport-Roller überhört zu werden, der kann sich ja noch einen Akrapovic-Endtopf holen.

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