BMW Clubman : Mini-Maxi

Mit dem Clubman bringt BMW eine Kombiversion des Mini. Doch immer noch gilt: Lifestyle statt Ladevolumen.

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Clubman. BMWs neuer „Shooting Brake“. -Foto: BMW

Im November soll er bei den Händlern stehen, auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt wird er zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein: BMW erweitert das Mini-Programm um eine Kombiversion mit Namen Clubman. Der Neue ist 24 Zentimeter länger als der „normale“ Zweitürer-Mini.

Neben dieser Tatsache sind an ihm vor allem die Einstiegs- und Lademöglichkeiten auffällig: Auf der rechten Seite findet sich eine Selbstmördertür, also ein zusätzlicher, hinten angeschlagener Einstieg, der den Passagieren auf den Rücksitzen den Einstieg erleichtern soll. Auch am Heck sieht der Clubman anders aus als andere Kombis: Die beiden nach links und rechts öffnenden Türen erinnern an Lieferwagen – und noch etwas anderes. Nämlich an die Tatsache, dass auch der Clubman ein historisches Vorbild hat, einen Mini-Kombi alter Schule, der ab den Sechzigern unter den Namen Austin Mini Countryman, Morris Mini Traveller und, eben, Mini Clubman Estate vermarktet wurde. Und dessen Türen waren dereinst schon genauso außen an den Seiten angeschlagen gewesen.

Auf das Holz, das die alten Kombis teils an den Flanken trugen, hat man zwar verzichtet, dafür ist aber das Heck andersfarbig eingerahmt. Mit der Verlängerung wuchs das Kofferraumvolumen des Mini von 160 auf immer noch nicht wirklich umzugsfreundliche 260 Liter, bei umgeklappter Lehne finden 930 Liter Platz. Den Begriff „Kombi“ vermeidet man daher bei BMW auch, lieber benutzt man den Begriff „Shooting Brake“, ein Sportwagenkonzept, das gute Fahrleistungen mit großer Heckklappe und etwas mehr Stauraum verbindet. Mit dem Radstand wuchs auch die Beinfreiheit für die Passagiere auf dem Rücksitz um immerhin acht Zentimeter.

Zum Start sollen insgesamt drei Motorisierungen den Clubman befeuern: Der 1,6-Liter-Benziner ist in zwei Leistungsstufen erhältlich, zum einen mit 120 PS, 160 Newtonmeter Drehmoment und einer Höchstgeschwindigkeit von 201 Stundenkilometern. Im Cooper S Clubman versorgt ein Turbolader den Motor mit Frischluft, was für 175 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment sorgt, per Overboost sind kurzfristig auch 260 Nm machbar, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 224 Stundenkilometern. Für die beiden Benziner gibt BMW Verbräuche von 5,5 und 6,3 Liter an.

Ergänzt wird das Sortiment durch einen Diesel, der 110 PS und ähnlich viel Drehmoment wie der Cooper S Clubman liefert. Die Höchstgeschwindigkeit treibt das auf 193 Stundenkilometer, bei nach Werksangabe 4,1 Liter Verbrauch.

Serienmäßig an Bord werden BMWs Spritsparwerkzeuge Start-Stopp-Automatik und Schaltpunktanzeige sein, die vor allem in der Stadt den Verbrauch mindern helfen sollen. Außerdem finden sich in jedem Clubman elektromechanische Servolenkung, ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Kurvenbremsregelung und die Stabilitätskontrolle DSC samt Berganfahrhilfe. Der Bremsassistent des neuen Mini ist so ausgelegt, dass er in Notbremssitutionen maximalen Druck aufbaut.

19 900 Euro soll der Einstieg in den Clubman minimal kosten, dafür gibt es den Benziner mit 120 PS. Das sind 2100 Euro mehr als für einen gleich motorisierten „normalen“ Mini, der allerdings ohne Stabilitätskontrolle auskommen muss. Der S-Clubman wird für 23 900 Euro bei den Händlern stehen, der Diesel kommt auf 21 600 Euro. Ein Automatikgetriebe wird es gegen Aufpreis ebenfalls geben.

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