BMW Dreier : Exklusiv für Allerwelt

Sportlichkeit und Effizienz. Wie lässt sich das Besondere mit dem breiten Geschmack verbinden? BMW gibt mit dem neuen 3-er für die Riege der Mittelklassewagen eine Antwort.

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Die Neuauflage, die ab Februar 2012 bei den Händlern stehen soll, muss also wieder sitzen, sonst hat BMW ein Problem.
Die Neuauflage, die ab Februar 2012 bei den Händlern stehen soll, muss also wieder sitzen, sonst hat BMW ein Problem.Foto: Promo

Ein kleiner Sebastian Vettel steckt in jedem Außendienstmitarbeiter. Eine Autobahnfahrt beweist es: Deutschlands Vertriebler geben unerbittlich Gas – in ihren schwarzen Audi A4, 3er BMWs und C-Klassen. Wer schneller beim Kunden ist, hat die Nase vorn.

So beinhart wie das Gedrängel auf der Überholspur ist auch der Wettkampf der Automobilhersteller auf dem Mittelklassemarkt. Zwischen 60 und 80 Prozent aller in Deutschland zugelassenen A4, 3er oder C-Klassen werden von Unternehmen, Selbstständigen und Behörden gekauft oder geleast. Eine solide gewerbliche Kundenbasis für Audi, BMW und Mercedes. Eine Garantie für lebenslange Geschäftsbeziehungen ist sie freilich nicht. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kalkulieren viele Fuhrparkmanager genauer. Und die im Vergleich zu den deutschen Premiumanbietern meist preiswertere Konkurrenz aus Asien schläft nicht.

Dass BMW seine in der sechsten Generation neu aufgelegte 3er-Reihe auf der Formel1-Strecke „Circuit de Catalunya“ in der Nähe von Barcelona präsentiert, folgt einer gewissen Logik. Wer sich in einen 3er setzt, soll wie gewohnt sportlich-dynamisch unterwegs sein – obwohl das Auto bei aller Exklusivität ein Allerweltsauto bleibt. Für BMW ist es das Brot-und-Butter-Modell: 12,5 Millionen 3er hat der Konzern seit 1975 verkauft, allein im vergangenen Jahr waren es 400 000. Ein Drittel des Absatz der Bayern entfällt auf dieses Modell.

Die Neuauflage, die ab Februar 2012 bei den Händlern stehen soll, muss also wieder sitzen, sonst hat BMW ein Problem. „Der neue 3er soll wieder Segmentführer werden“, hofft Finanzvorstand Friedrich Eichiner. „Wir wollen Zuwächse beim Absatz erzielen und noch globaler werden.“ Vom „Weltauto“ ist die Rede. Und mehr verdienen will BMW auch: 500 Millionen Euro wurden in das Münchener Stammwerk investiert, die Herstellkosten sind netto um bis zu neun Prozent gesunken – bei gleichzeitg leicht gestiegenen Verkaufspreisen. Das sitzt.

Ein solcher Eindruck entsteht auch bei der ersten Begegnung mit dem BMW-Top-Seller: Die Designer haben dem neuen 3er einen Maßanzug verpasst, der das Auto zwar insgesamt größer macht, ihm aber nicht die kompakte Passform der Mittelklasse nimmt. Man sieht ihm nicht an, dass er – obwohl neun Zentimeter länger (4,62 Meter) – 45 Kilogramm leichter geworden ist. Mit seinen Außen- und Innenraummaßen kommt der neue 3er dem 5er BMW zwar deutlich näher. Aber er tritt mit seiner langen, tiefer abtauchenden Motorhaube, dem grimmigeren Gesicht und den breiter ausgestellten Radkästen auch selbstbewusster als sein Vorgänger auf. Er sieht gut aus. Man will ihn fahren.

Sportlichkeit und Effizienz schließen sich nicht aus . - Mehr auf Seite zwei.

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