Auto : BMW will X5 das Sparen beibringen

Den Nachfolger gibt’s auf Wunsch auch ohne Allrad.

Wenn im August die dritte Generation des X5 startet, ist zunächst alles wie gewohnt. Das große SUV wartet mit Sechs- und Achtzylindermotoren, bis zu 280 kW/381 PS und serienmäßigem Allradantrieb auf. Dank Leichtbau und optimierten Motoren sinkt der Verbrauch gegenüber dem Vorgänger um bis zu 2,1 Liter. Selbst das V8-Modell liegt mit einem Normwert von 10,2 Litern nur noch knapp über einem einstelligen Wert.

Zum echten Sparer wird der X5 aber erst zum Jahresende, wenn das Dickschiff erstmals mit einem Vierzylinder-Diesel zu haben sein wird. Dieser leistet 160 kW/218 PS und soll lediglich 5,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigen. Noch sparsamer wird es, wenn der Käufer auch auf den Allradantrieb verzichtet – was bereits aus den kleineren Modellen X1 und X3 bekannt, beim X5 jedoch erstmals möglich ist. Mit 5,6 Litern Soll-Verbrauch ist das über die Hinterräder angetriebene Oberklasse-SUV dann das sparsamste seiner Art. Das Effizienz-Plus resultiert dabei vor allem aus Gewichtsersparnis und Reibungsminimierung. Der Kunde kann sich zudem über einen günstigeren Einstiegspreis freuen. Genaue Angaben macht BMW aber noch nicht.

Ob die Kundschaft gerade bei einem aus ökologischer Sicht immer schon unvernünftigen Auto den Weg des Verzichts mitgehen, muss abgewartet werden. Klar aber ist, dass auch die Oberklasse-SUV an einer Verbrauchsminderung nicht vorbeikommen – allein schon vor dem Hintergrund der EU-Verbrauchsgrenzwerte.

Konkurrent Mercedes jedenfalls ermöglicht bei der M-Klasse zwar noch keinen Allradverzicht, bietet sein großes SUV aber in der neuesten Generation ebenfalls mit einem Vierzylinder-Diesel an. Das 150 kW/204 PS starke Triebwerk benötigt mit 6,0 Litern nur einen Hauch mehr Kraftstoff als der BMW X5. Der Audi Q7 setzt in der aktuellen Generation zwar noch ausschließlich auf Sechs- und Achtzylinder, dürfte beim Modellwechsel 2014 aber ebenfalls eine Vierzylinder-Dieselversion an den Start bringen – dann mit rund 225 PS.

Neben den kleinen Dieseln arbeiten die Hersteller natürlich auch an der Hybridisierung ihrer großen SUV-Modelle. So wie es etwa seit geraumer Zeit der Lexus RX 450h mit seinem Normverbrauch von 6,3 Litern Super vormacht. Die Deutschen wollen das mit dem Einsatz von Dieseln statt Benzinern an der Seite des Elektromotors sowie mit Plug-in-Technik toppen. Das Hightech- Programm hat allerdings einen entscheidenden Nachteil gegenüber der Vierzylinder-Diesel-Lösung: die hohen Preise. Während ein Mercedes ML mit kleinem Selbstzünder und Allradantrieb bereits für 55 990 Euro zu haben ist, würden Plug-in-Hybrid-SUV deutscher Marken in dieser Klasse wohl einige zehntausend Euro teurer ausfallen.sppr

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