Brandgefahr im Sommer : Auto auf Gras kann ein heißes Ende nehmen

Im Sommer herrscht nach langer Dürre oft akute Waldbrandgefahr. Wer sein Auto in dieser Zeit auf trockenem Gras parkt, kann schnell einen Brand auslösen.

Damit der Sommerausflug mit dem Auto nicht in einem Feuerwehreinsatz endet.
Damit der Sommerausflug mit dem Auto nicht in einem Feuerwehreinsatz endet.Foto: dpa

An heißen Tagen lockt der See. Für Autofahrer ist es bequem, den Wagen dann so nahe wie möglich am Wasser zu parken - am besten direkt auf der Wiese. Doch davor warnt der Auto Club Europa. „Das Gras kann sich unter dem Auto schnell entzünden“, sagt Philipp Heise vom ACE. Die Katalysatoren unter den Fahrzeugen können je nach Betriebsdauer schnell bis zu 800 Grad heiß werden. „Trockenes Gras entzündet sich bereits bei 300 Grad“, erklärt Heise. Autofahrer sollten ihren Pkw in der Sommerhitze deshalb grundsätzlich auf Asphalt oder Schotter abstellen.

Wenn ein Pkw einen Waldbrand auslöst, kommt in der Regel die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden auf, etwa an anderen Fahrzeugen und am Waldgebiet. „Diese stellt den Versicherungsnehmer unter anderem von Schadenersatzansprüchen frei“, sagt Hasso Suliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Sollte eine Waldbrandversicherung den Schaden übernehmen, könnte sie die Summe von der Kfz-Haftpflichtversicherung zurückfordern. Die Schäden am eigenen Fahrzeug werden - sofern vorhanden - von der Teilkaskoversicherung übernommen, erklärt Suliak.

Neben fahrlässig abgestellten Pkw sind weggeworfene Zigarettenstummel eine Gefahr. Selbst die geringste Menge Glut kann trockenes Gras entzünden. Deshalb ist auch während der Fahrt Zurückhaltung geboten: „Die Zigarettenkippen sollten nicht einfach aus dem Fenster geworfen werfen“, rät Philipp Heise. (dpa)

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