Carsharing : Flinkster im Test

Immer öfter stehen auf den Carsharing-Parkplätzen in Berlin Fremdparker. Vor allem in den Abendstunden sei das ein generelles Problem geworden, gibt Flinkster zu, die Carsharing-Tochter der Deutschen Bahn.

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Flinkster hat bundesweit 2800 Fahrzeuge im Umlauf, darunter auch Elektroautos.
Flinkster hat bundesweit 2800 Fahrzeuge im Umlauf, darunter auch Elektroautos.Foto: picture alliance / dpa

So prima kann das wohl nur ein Großkonzern, selbst dann, wenn er in Staatshand ist. Flinkster, die Carsharing-Tochter der Deutschen Bahn, ist ziemlich gut verknüpft – mit den Leihrädern von Call a bike, mit den Elektro-Citroëns von Multicity. Und wer eine Bahncard hat, bekommt Rabatt.

Keine schlechte Wahl also, zumal wenn man wie der Autor einen Standort mit gleich zwei Autos direkt vor der Haustür hat. Flinkster bietet, außer dem bundesweiten Tarif, einen Lokaltarif mit monatlicher Grundgebühr von zehn Euro. Dann ist der Zeitpreis für die Ausleihe deutlich günstiger. Ziemlich ungerecht ist es allerdings, dass diese Stammkunden für die Fahrt mehr zahlen müssen als die Gelegenheitsfahrer – zum Beispiel bei einem Kleinwagen 26 statt 18 Cent pro Kilometer.

Lästig geworden ist, dass in vielen Innenstadtbezirken oft Fremdparker auf den Parkplätzen stehen. Viele Nutzer der mobilen Anbieter wie Car2go oder Drive Now stellen dort ihre Wagen ab – obwohl ein normaler Parkplatz frei wäre. Die Flinkster-Servicezentrale lässt nicht abschleppen, sondern muss organisieren, dass die Konkurrenz ihre Autos umparkt. Das kann eine Stunde dauern, manchmal auch länger. „Vor allem in den Abendstunden ist das ein generelles Problem geworden“, gibt Flinkster zu.

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Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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