Auto : Chauffeur in der Pflicht

Am Fahrstil hängen Millionen Tonnen CO2

Auch wenn alles über sparsamere Antriebstechnik spricht: Autofahrer könnten allein durch das richtige Fahrverhalten knapp sechs Millionen Liter Kraftstoff einsparen und damit schnell für eine Reduzierung der CO2-Emissionen sorgen. Davon geht die Sachverständigenorganisation Dekra aus. Auf der IAA forderte die Organisation für den Fahrschulunterricht eine Ausbildung in wirtschaftlicher Fahrweise, die später periodisch wiederholt werden sollte.

Allerdings lassen sich laut Dekra auch durch andere Maßnahmen ohne große Entwicklungsmaßnahmen schnell mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxidund ein Viertel der Partikelbelastung vermeiden. So entsprechen 56 Prozent der Fahrzeuge in Deutschland nicht den modernen Abgasnormen. Allein sechs Millionen Dieselfahrzeuge könnten mit Rußfiltern nachgerüstet werden. Bei Neufahrzeugen könnten andere vorhandene Technologien wie Leichtlaufreifen, Hubraumreduzierung, Leichtlauföle und die Start-Stopp-Technik für jeweils zwei bis zehn Prozent weniger CO2 sorgen.

Aber auch an der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland hat die Dekra etwas auszusetzen: Lange Standzeiten an Ampeln und der Stop-and-go-Verkehr auf Hauptstraßen erhöhten den Kraftstoffverbrauch. Ein Test der Organisation in Stuttgart hat laut Dekra eine Erhöhung des CO2-Ausstoßes um 60 Prozent unter ungünstigen Bedingungen ergeben. Hier sieht man ein Einsparpotenzial von acht Millionen Tonnen.dpa

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