Chevrolet Aveo : Ein Europäer, der aus Korea stammt.

Den Aveo von Chevrolet gibt’s für 9990 Euro.

Ingo von Dahlern

Wie viel Auto braucht man für die Mobilität? Die Frage wird angesichts kräftig steigender Kraftstoffpreise und rundum wachsender Betriebskosten immer wichtiger. Wer hier als Hersteller mit Preisen unterhalb der magischen Grenze von 10000 Euro dabei ist, hat gute Karten. Wie zum Beispiel Chevrolet mit dem soeben eingeführten dreitürigen Aveo. Dessen Basisversion gibt es für 9990 Euro. Nach Vier- und Fünftürer ist er die dritte Karosserievariante des neuen Chevrolet-Kleinwagens, der den einstigen Bestseller Kalos abgelöst hat.

Zwar steckt im Aveo angesichts der unveränderten Plattform immer noch eine Menge Technik des Kalos – die ist aber jetzt attraktiver verpackt. Die unauffällige Front des Kalos wurde durch ein ansprechendes neues Gesicht mit großem Grill und Chevy-Signet ersetzt. Weit in die Flanken reichende Scheinwerfer, ein kräftiger Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern und dezenter Chromschmuck unterstreichen die neue Optik. Sie wird abgerundet durch die überarbeitete Heckpartie mit ihren unter Klarglas liegenden runden Rückleuchten.

Innen macht der kleine Aveo trotz viel Hartplastik eine ordentliche Figur. Dafür sorgen die gelungene Linienführung, die attraktiv strukturierten Oberflächen, Softlack und die einzelnen Chromapplikation. Obwohl der 3,92 m langen Neuling im Polo-Format das Chevrolet-Markenzeichen trägt, hat er koreanische Gene – die des von GM übernommenen Herstellers Daewoo. Zu sehen ist davon nichts mehr: Der Aveo er ist ein sehr europäischer Daewoo, der in Warschau gebaut wird – der erste Chevy „Made in Europe“.

Für den Stadtverkehr ist der neue 1,2-Liter-Benziner mit 84 PS, der durchschnittlich 5,4 Liter auf 100Kilometer verbraucht, schon in der Basisausstattung ausreichend. Auf die 1500 Euro kostende LS-Ausstattung kann man verzichten. Auf der Autobahn allerdings spürt man an Steigungen die langen oberen Gänge. Der auf 980 Liter erweiterbare 200-Liter-Laderaum ist akzeptabel, Fahrsicherheit und Fahrkomfort sind nicht zu beanstanden. Unbefriedigend ist, dass es auch gegen Aufpreis kein Elektronisches Stabilätsprogramm (ESP) gibt.

Eine überzeugende Kombination ist der größere 1,4-Liter-Motor mit nun 101 PS und Viergang-Automatik. Ein Komfort, der mit 14590 Euro allerdings auch seinen Preis hat – allerdings ist dann auch eine elektronische Klimaanlage an Bord. Noch eine attraktive Sparmöglichkeit: Alle Aveo gibt es auf Wunsch auch für den Betrieb mit Autogas (LPG), das nur halb so viel wie Benzin kostet.

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