Chinesischer Einstieg blockiert : GM stellt sich bei Saab quer

Neuer Rückschlag für den ums Überleben kämpfenden schwedischen Autobauer Saab: Der ehemalige Mutterkonzern General Motors lehnt auch die jüngsten Pläne zur Rettung der Traditionsfirma unter Beteiligung einer chinesischen Bank ab.

Es sieht schlecht für eine Rettung von Saab. Ein neues Konkursverfahren droht.
Es sieht schlecht für eine Rettung von Saab. Ein neues Konkursverfahren droht.Foto: dpa

Es wird immer enger für Saab: Auch die neuen, geänderten Pläne über einen Einstieg chinesischer Investoren beim maroden schwedischen Autobauer werden durch den ehemaligen Mutterkonzern General Motors blockiert.

"Wir haben uns die von Saab vorgeschlagenen Änderungen bezüglich des Verkaufs des Unternehmens angeschaut", sagte ein GM-Sprecher auf Anfrage. "Nichts in dem Vorschlag ändert die Haltung von GM. Wir können das Geschäft nicht unterstützen."

Lebenswichtige Lizenzen

Der bisherige Saab-Eigner Victor Muller und sein Unternehmen Swedish Automobile hatten Saab ursprünglich an das chinesische Investorenduo Pang Da (ein Auto-Großhändler) und Youngman (ein Autohersteller) verkaufen wollen. GM hatte sich von Beginn an dagegen ausgesprochen, weil der Konzern fürchtet, dass eigene Technologie in die Hände der aufstrebenden chinesischen Automobilindustrie fällt.

GM hat bei Saab noch ein Wörtchen mitzureden, weil die Modelle der Schweden auf amerikanischer Technik fußen. Saab gehörte knapp 20 Jahre zum US-Konzern. Der Autoriese drohte, bei einem Verkauf die lebenswichtigen Lizenzen nicht zu verlängern.

Saab braucht dringend frisches Geld. Im Stammwerk des schwedischen Autoherstellers steht die Produktion seit April still. Wegen der bisher nicht ausgezahlten November-Löhne und -Gehälter drohen bis Ende dieser Woche neue Konkursanträge durch Gewerkschaften. (dpa)

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