Citroën C1 aufgefrischt : Mit neuem Make-up auf die Straße

Citroën hat seinem Kleinsten C1 ein Facelift gegönnt – zudem haben die Franzosen den Preis um 650 Euro gesenkt.

Frisch vom Schminkspiegel: Der Citroën C1 bekam nur leichte Retuschen von außen. Grundsätzlich wirkt er immer noch frisch.
Frisch vom Schminkspiegel: Der Citroën C1 bekam nur leichte Retuschen von außen. Grundsätzlich wirkt er immer noch frisch.Foto: Hersteller

So bunt wie nie präsentiert sich derzeit das Angebot automobiler Spardosen. Vorbei sind die Zeiten, als vor allem Franzosen und Italiener das Feld der schicken Cityflitzer allein unter sich aufteilten. Doch zu den erfolgreichsten Minis zählt seit sieben Jahren der Citroën C1, der in Kooperation mit Peugeot 107 und Toyota Aygo gebaut wird und von einem 50 kW/68 PS leistenden 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner angetrieben wird. Rechtzeitig zum Start des neuen Kleinstwagen-Trios aus dem VW-Konzern hat Citroën sein 3,44 Meter kurzes Einstiegsmodell optisch aufgefrischt. Vor allem aber hat Citroën die Preise für die Basisversion des C1 um immerhin 650 Euro gesenkt. Der kleinste Citroën kostet damit jetzt ab 9 450 Euro, damit allerdings immer noch über 500 Euro mehr als etwa der neue Seat Mii.

Optisch kündet vom neuen C1-Jahrgang eine Gesichtspflege mit Make-up für die Stoßfänger, modifizierter Motorhaube sowie vertikalen LED-Tagfahrleuchten. Details, die den C1 nicht unbedingt schöner machen, dafür jedoch optisch an den größeren Bruder C3 annähern. Neue Farben innen und außen sowie neue Stoffe im Interieur komplettieren die modische Aktualisierung, die eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Kein Luxus, aber solides Handwerk

Denn wirklich alt sah der C1 auch im Umfeld der jüngsten Konkurrenz nicht aus. Buntes Blech statt Kunststoff-Vollverkleidung und billige Ausstellfenster für die Fondpassagiere findet man im Interieur hier wie dort. Wichtiger sind bei den kleinen Sparkönigen ohnehin fröhliche Farben, das stilsicher und übersichtlich gestaltete Cockpit und eine ordentliche Verarbeitung. Und hier vermag der Citroën noch immer zu überzeugen. Das gleiche gilt für die Platzverhältnisse, die zumindest vorn auch für Großgewachsene ausreichend sind. Die Rückbank eignet sich dagegen eher für zwei Kindersitze oder als Gepäckablage. Hier bietet die Konkurrenz mehr Beinfreiheit. Damit der Einstieg oder das Beladen nicht unnötig schwer fällt, sollten die hinteren Türen für 440 Euro Aufpreis gleich mitbestellt werden. Aus dem Zwergenreich könnte der Kofferraum des Citroen stammen - ein konstruktiver Nachteil, der sich durch eine Modellpflege nicht beseitigen lässt. Winzige 139 Liter fasst die Ablage, wenn die hohe Ladekante überwunden ist. Zu wenig für große Getränkekisten. Sogar mit umgelegten Rücksitzlehnen sind es vergleichsweise bescheidene 782 Liter.

Knuffig: Optisch ist der C1 durchaus noch aktuell. In Sachen Technik bleibt er hingegen eher konservativ.
Knuffig: Optisch ist der C1 durchaus noch aktuell. In Sachen Technik bleibt er hingegen eher konservativ.Foto: Hersteller

Dafür bereitet der Einliter-Dreizylinder im französischen Einsteigermodell nach wie vor viel Vergnügen. Drehfreudig und ausreichend munter für den täglichen Sprint von Ampel zu Ampel wie auch bei größeren Touren gibt sich das kleine Kraftwerk nirgendwo eine wirkliche Blöße. Dies gilt auch für die Fahrwerksabstimmung des Citroën, die zwar Rückmeldung über jeden Straßenschaden gibt, aber nicht unkomfortabel ist. Dazu senkt Feinarbeit durch Leichtlaufreifen und einen länger übersetzten fünften Gang den Verbrauch des Benziners um 0,2 auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß reduziert sich entsprechend auf 99 g/km. Sogar mit dem optionalen automatisierten Schaltgetriebe gönnt sich der geizige Knirps aus tschechischer Produktion nur 0,2 Liter mehr und zählt damit zu den größten Knauserern mit Schaltkomfort.

Mehr Klang für die Jugend

Neue Komfortdetails finden sich auch in der Liste der Wunschausstattungen für den C1. Wer trotz der knappen Abmessungen und kleinen Wendekreises nicht auf eine Einparkhilfe verzichten möchte, findet diese jetzt in der Zubehörliste. Das Extra befreit nicht nur Fahranfänger von Ängsten vor engen Parklücken. Im Vergleich zu den neuen Minis aus dem VW-Konzern – und ist in der kleinsten Klasse noch nicht selbstverständlich. Standard ist weiterhin eine Sicherheitsausstattung mit Standards wie ESP und vier Airbags. Ein Notbremssystem gibt es dagegen nicht. Verjüngt zeigt sich der Citroën dafür durch ein neues optionales Audiosystem mit sogenannter Connecting Box zum Abspielen von MP3-Dateien und Bluetooth-Schnittstelle.

Ob das neue Make-up genügt, um neue Emotionen für den Citroën C1 zu wecken? Stilvoll und vor allem preiswert zum Shopping flitzen kann der Citymini jedenfalls noch besser als mancher jüngere. (sppr)

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