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Citroën C4 Picasso 2013 : Mut haben sie ja, die Franzosen

14.06.2013 13:02 Uhrvon
Vorne eigenwillig, innen mit Raumgewinn: Der Citroën C4 Picasso 2013 ist eben ein echter Franzose.Bild vergrößern
Vorne eigenwillig, innen mit Raumgewinn: Der Citroën C4 Picasso 2013 ist eben ein echter Franzose. - Foto: Hersteller

Viele Familien steigen auf SUV um. Wahrscheinlich, weil die großen Pseude-Geländegänger nicht so muffig daher kommen wie die klassischen Vans. Das erklärt, warum Citroëns Van C4 Picasso so eigenwillig ist.

Ein Auto wie gemalt? Ansichtssache. Der Nachfolger des erfolgreichen Citroën C4 Picasso zeigt jedenfalls verschiedene Gesichter. Von der Seite wirkt der nur 4,43 Meter lange Compact Van richtig knuffig mit seinen kurzen Radüberständen und den abfallenden Linien. Doch von vorne präsentiert sich die komplett neu gestaltete Front mit der breit gezogenen Haube ziemlich wuchtig. Das liegt auch an der weit nach hinten gezogenen Chromleiste des Citroën-Doppelwinkels und der hoch angeordneten Linie der Tagfahrt-LEDs, unter der sich die Scheinwerfer befinden.

Hinten aber kommt der Citroën C4 Picasso 2013 noch wie ein alter Bekannter daher.

Außen maskuliner, innen dafür weiblicher, sei der neue C4 geworden, heißt es bei Citroën. Soll wohl heißen: weiterhin ein wenig extravagant, zugleich pfiffiger und praktischer. Und das Ganze sieht mehr nach SUV aus. Für junge Familien, die viel Platz brauchen, und für aktive Ältere. Und technisch aufgerüsteter – ein Auto für "echte Fahrer, nicht nur Spediteure", heißt es. Raum ist in der Tat jede Menge vorhanden. Denn obwohl der Wagen vier Zentimeter kürzer geworden ist, wuchs der Radstand der neuen Plattform um sechs Zentimeter. Das merkt man an der respektablen Beinfreiheit der hinteren Einzelsitze und am Kofferraum mit 537 Litern. Vor allem die weit nach hinten gezogene Frontscheibe macht den Picasso zum echten Raumschiff. Von der obligatorischen Kopffreiheit bei einem Compact Van zu schweigen. Wer das optionale Panoramadach dazu nimmt, fühlt sich fast wie unter freiem Himmel. Da halten es auch Kinder auf Fernfahrt länger aus.

Alles, was gut und nützlich ist kostet extra

Dann können sich die Eltern vorne etwas entspannen. Denn die inneren Werte des C4 Picasso sind beträchtlich; vor allem die kleinen Dinge hat Citroën gut gemacht. Viele kleine Staufächer mit insgesamt 40 Liter Volumen etwa, oder der Magnet, der verhindert, dass bei nicht benutzten Sicherheitsgurten das Metallschloss klappert. Zu loben ist, dass die Rückenlehnen der drei Einzelsitze jeweils mit einer einzigen Zugbewegung komplett umklappen, und damit eine ebene Fläche schaffen.

Der Citroën  C4 Picasso bietet gleich zwei digitale Displays in der Mittelkonsole.Bild vergrößern
Der Citroën C4 Picasso bietet gleich zwei digitale Displays in der Mittelkonsole. - Foto: Hersteller

Unübersehbar sind die Ambitionen von Citroën, mit dem C4 auf dem deutschen Markt wieder erfolgreicher zu werden. Wer das eigenwillige französische Design mag, wird gut bedient. Die Verarbeitung ist mehr als solide, der Innenraum gut gegen Lärm gedämmt. Und der Einstiegspreis liegt bei 19 900 Euro. Doch alles, was gut und nützlich ist, kostet extra. Etwa die elektrische Heckklappensteuerung, die Spurwarn-Sensorik, der Tote-Winkel-Warner, die Auffahrbremse, die im Tempomat-Modus automatisch die Geschwindigkeit drosselt, wenn der Citroën C4 Picasso sich zu schnell einem vorausfahrenden Wagen nähert. Deshalb ist die Exclusive-Version mit dem 115-KW-starken Motor schon knapp 30 000 Euro teuer, für junge Familien doch recht happig.

Praktische Einparkhilfe

Wobei gerade Familien viel von den Extras gebrauchen können. Das fängt mit dem faltbaren Beifahrersitz an – was für lange Gegenstände wie Leitern oder Surfbretter ein Segen ist. Oder das elektronische Ein- und Ausparken. Das funktioniert so tadellos, dass man es vor allem in der Stadt bald nicht mehr missen mag. Selbst in Parklücken, wo vorn und hinten nur zwanzig Zentimeter Platz bleiben, rangiert der Citroën C4 Picasso 2013 anstandslos ein. Vor allem für kleinere Fahrer ist die Einparkhilfe wegen der unübersichtlichen Frontpartie auch fast unverzichtbar.

Mit breiterer Spur und längerem Radstand hat der Citroën  C4 Picasso innen ordentlich zugelegt.Bild vergrößern
Mit breiterer Spur und längerem Radstand hat der Citroën C4 Picasso innen ordentlich zugelegt. - Foto: Hersteller

Mehr Sicherheit schafft der automatische Gurtstraffer in Gefahrensituationen oder die Vibrationsfunktion des Gurtes, um Fahrer auf brenzlige Situationen hinzuweisen wie das Verlassen der Fahrspur beim Überschreiten der Fahrbahnmarkierungen oder einem zu engen Auffahren auf den Vordermann. Zum Wohlfühlen tragen zudem elektrisch verstellbare Unterschenkel-Stützen oder die Massagefunktion der Sitze bei.

Schwer zu schaffen

Der C4 liegt gut auf der Straße, was auch an der um acht Zentimeter breiteren Spur und dem tiefer gelegten Motor liegt. Mit dem 115 KW-Benziner ist der 140 Kilo leichter gewordene, aber immer noch 1,5 Tonnen schwere Citroën C4 agil und zieht im Stadtverkehr recht ansprechend an. Auf Landstraßen bringt er im vierten Gang aber nur noch eine zufriedenstellende Kraftentwicklung. Dann muss das etwas hakelige 6-Gang-Getriebe herunter geschaltet werden, um zu beschleunigen – mit dann wieder höherem Spritverbrauch als die angegebenen sechs Liter. Citroën bietet vier Motoren an – jeweils zwei Diesel und Benziner – von 68 bis 115 KW. Der sparsamste Diesel mit 68 KW soll kombiniert nur 4,2 Liter verbrauchen. Mit 98 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer sei er der beste seiner Klasse.

Der Citroën  C4 Picasso geht den Weg zwischen SUV und Van. Damit will er Familien beglücken ohne bieder zu wirken.Bild vergrößern
Der Citroën C4 Picasso geht den Weg zwischen SUV und Van. Damit will er Familien beglücken ohne bieder zu wirken. - Foto: Hersteller

Gewöhnungsbedürftig sind die zwei Displays über der Mittelkonsole, was zum beständigen Blick zur Seite zwingt. Über den praktischen Sieben-Zoll-Touchscreen werden mit nur sieben Tasten alle Funktionen von der Klimaanlage bis zum Navigationssystem gesteuert. Das darüber angeordnete 12-Zoll-Display kann neben der Geschwindigkeit jede Menge anderer Funktionen anzeigen, was anfänglich ziemlich verwirrend sein kann. Dafür aber kann man aufs Display auch ein Foto seiner Lieben laden – und den Picasso zum privaten Kunstwerk machen.

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