Citroën : Immer besser, diese Benziner

Citroën profitiert von der Kooperation mit BMW. Ob einem der neue C4 allerdings gefällt, hängt allerdings nicht an den beiden neuen Benzinmotoren oder dem leichte Facelift.

Eric Metzler

Ob einem dieses Auto sympathisch ist, entscheidet sich nicht an zwei neuen Benzinmotoren, der leicht veränderten Front oder an der veränderten Position des Drehzahlmessers. Es ist eine Frage des Charakters – und der hat sich beim C4 durch das aktuelle Facelift nicht verändert. Das Mittelklassemodell der Franzosen ist und bleibt ein ebenso ausgeruhtes wie ausgereiftes Modell, das an einigen Stellen bemerkenswert sonderlich ist.

Nehmen wir das Coupé. Wer das mit Panoramadach bestellt, kann fröhlich auf graue Herbsttage pfeifen: Dank üppiger Glasflächen, die am Heck fast bis zur Ladekante hinabreichen, geht es so licht und freundlich im Inneren zu, dass man sich beinahe zwingen muss, nach vorne auf die Sraße statt rundum in die Pampa zu schauen. Auch die feststehende Lenkradnabe fällt aus dem Schema F. Wenn sich allein der Lenkradkranz dreht, sind C4-Novizen zunächt irritiert – nach Stunden geht man damit genauso gelassen um wie mit dem zentralen Bordinstrument in der Mitte des Armaturenbrettes. Hier versammeln sich alle Daten, die der Fahrer braucht, neuerdings auch die Drehzahlen, denen bislang ein eigenes Instrument hinter dem Lenkrad gehörte.

Motorenseitig gibt es vor allem für die wachsende Fraktion der Benzinfreunde Futter: Der VTi 120 (womit die PS-Zahl gemeint ist) ersetzt den bisherigen 1.6-Liter-Motor. Der Antrieb glänzt trotz seiner Durchzugsstärke mit einem Verbrauch von 6,7 Litern (CO2 159g/km) – vor allem ein Verdienst der variablen Ventilsteuerung. Auch der THP 150 / THP 140 (Automatik) sind neu und fahren sich im unteren Drehzahlbereich so, als habe man einen bärenstarken Diesel gewählt. Hier haben die Ingenieure die Direkteinspritzung mit einem „Twin Scroll“-Turbolader kombiniert. Dank dieser Technik setzt die Aufladung früher ein; von einem Turboloch ist nichts mehr zu spüren. Mit diesen beiden Benzinern profitiert nach Peugeot nun auch Citroën von einer Kooperation mit den Bayerischen Motorenwerken, die ihrerseits Mini damit bestücken. Bei den Dieseln hat sich weniger getan – so gibt es die bekannten HDI-Versionen nun mit rolloptimierten Reifen. Damit lässt sich der Verbrauch beim HDI 90 und beim HDI 110 auf 4,4 Liter senken.

Die Preise sind im Wesentlichen unverändert; die neuen Benziner gibt es ab 20 450 Euro (VTi 120) beziehungsweise 23 300 Euro (THP 150). Eric Metzler

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