City-Transporter : Die Kleinen kabbeln sich

Bei den City-Transportern ist der Markt eng. Arrivierte konkurrieren mit vielen neuen Modellen.

Heinrich Rohne

Zwar beherrscht der VW Caddy den Markt in Deutschland, doch die Spitze in Europa gehört den Franzosen. Am Renault Kangoo und am Citroen Berlingo ist für die Wolfsburger kein Vorbeikommen. Und dahinter drängt die Konkurrenz – egal, ob Peugeot Partner, Fiat Doblo oder Opel Combo.

Aber der Reihe nach: Ganz neu ist der Kangoo. Wie der Caddy ist auch er gewachsen – um fast 18 Zentimeter auf 4,21 Meter. Damit bleibt der Franzose allerdings mehr als einen halben Meter kürzer als der VW Caddy Maxi. Der Kangoo Rapid, die Nutzfahrzeugvariante, hat zwischen drei und 3,6 Kubikmeter Ladevolumen, 525 bis 725 Kilogramm Zuladung – und: auf Wunsch zwei seitliche Schiebetüren. Die Laderaumlänge beträgt maximal 2,92 Meter, auch eine Europalette passt. Ansonsten ist die Hochdachversion komfortabler und familienfreundlicher geworden. Die Preise starten bei 15150 Euro, die Billig-Variante, der Kangoo Campus auf Basis des Vorgängers, ist ab 11450 Euro zu haben – das ist gegenüber dem Caddy um einiges billiger.

Dazu kommen die Brüder Citroen Berlingo und Peugeot Partner neu auf den Markt. Beide sind mit 4,35 Meter Länge deutlich größer geworden. Im Geräuschkomfort sind Berlingo und Partner jetzt mit einer Limousine vergleichbar, Raumangebot und Ausstattung orientieren sich aber an Vans: Statt 2,8 gibt es nun 3,3 Kubikmeter Stauraum. Die Nutzlast steigt von maximal 565 auf bis zu 775 Kilo. Mit 1,80 Meter Ladelänge reicht der Platz für zwei Europaletten. Die Preise werden wohl wieder bei 15000 Euro beginnen.

Den Franzosen im Nacken sitzen noch der Fiat Doblo und der Opel Combo. Der Doblo (ab 12890 Euro) und der Doblo Cargo (ab 12300 Euro) sind bereits in der zweiten Generation am Start. Vor allem die Cargo-Version mit langem Radstand bietet reichlich Laderaum – bis vier Kubikmeter bei einer maximalen Ladelänge von 2,06 Meter. Opels Kastenwagen, der Combo, prunktet mit mehr als 3000 Litern. Als „Tour“ hat der Opel ins Dach gezogene Fenster und seitliche hintere Schiebetüren. Das hat Personenwagen- Appeal, wobei die Inneneinrichtung nach wie vor an den Lieferwagen erinnert. Die Preise beginnen hier bei 14500 Euro.

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