Cupholder : Alles im Griff - Die hohe Kunst des Becherns

Thomas Geiger (dpa)

Der Griff zu Dose, Becher oder Flasche ist für Autofahrer zunehmend normal – und deshalb halten immer mehr sogenannte Cupholder Einzug in die Innenräume von Neufahrzeugen. Allerdings steckt der Teufel im Detail: Schon die Frage der richtigen Größe sei nicht einfach zu beantworten, sagt Han Hendriks. Der Vizepräsident des Innenraum-Spezialisten Johnson Controls verweist auf die Vielzahl von Trinkgefäßen und deren unterschiedliche Durchmesser, Höhen und Größen. Allein für die Becher von Fastfood-Ketten und Getränkeautomaten haben seine Ingenieure acht Formate ermittelt, die es festzuhalten gilt.

Und: Mit einem schlichten Loch zwischen Handbremshebel und Gangschaltung ist es meist nicht getan. Schließlich müssen Cupholder griffgünstig liegen, dürfen bei der Bedienung nicht stören und auch den Airbags nicht im Weg sein. „Große Freiheiten bei der Integration haben wir da nicht“, sagt Hendriks. Im Gegenteil: Oft müssen die Zulieferer dort Platz schaffen, wo gar keiner ist. So entwickelt Fischer Automotive Systems Halter, die wie Schubladen aus Konsolen gleiten, sich unter Decken in Armlehnen und Türtafeln verstecken oder wie Sprösslinge einer Pflanze aus dem Mitteltunnel und der Armaturentafel wachsen.

Doch die Krönung der Cupholder baut Fischer im Fond des Maybach ein. Das Modul vom Format eines kleinen Schuhkartons steckt in der Mittelkonsole und bietet neben einem speziellen Halter für Champagnerflaschen samt magnetisch fixiertem Tropfenfänger auch zwei Stellplätze für die entsprechenden Sektkelche. Sie werden mit drei Klemmen gehalten, für den Fall, dass es der Fahrer mal etwas eiliger hat. Thomas Geiger (dpa)

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