Auto : Da legen wir noch einen Schein drauf Wie Premiummarken jetzt um Kunden werben

Zuletzt sah es so aus, als sei die neue Abwrackprämie für Altautos für die deutschen Premiumhersteller ein Schuss in den Ofen. Die Kunden stürmten vor allem bei Kleinwagenanbietern die Verkaufsräume. Doch mittlerweile registrieren auch Mercedes, BMW und Audi eine deutlich gestiegene Nachfrage. Mit zusätzlichen Angeboten wollen sie in den kommenden Wochen nun um Kunden werben und sich ihr Stück vom 1,5 Milliarden Euro schweren Abwrackkuchen der Bundesregierung sichern.

„Es bilden sich zwar noch keine Schlangen, was wir aber auf jeden Fall feststellen, ist ein höheres Interesse“, sagt Sprecher Alexander Bilgeri von BMW. Mit Zuwächsen sei zu rechnen. Gefragt seien vor allem kleinere Modelle wie der Einser oder der Mini sowie Jahreswagen mit einer höheren Kilometerlaufleistung, so Bilgeri. Insbesondere für junge Leute sei die Prämie interessant. „Wir sehen zum Beispiel viele Studienabgänger, die ihr altes Auto abgeben und sich den Traum vom Einser oder Mini erfüllen wollen.“ Um zusätzliche Kaufanreize zu geben, will BMW nach Bilgeris Angaben Sonderaktionen starten. Dabei sei aber weniger an direkte Zulagen als an besondere Service- und Ausstattungspakete sowie günstige Zinsen gedacht.

Einen Schritt weiter geht Mercedes. Unabhängig von einer möglichen Abwrackprämie des Staates will der Konzern Käufern eines Mercedes bis Ende März 2500 Euro zusätzlich zahlen. Kunden könnten also einen Preisvorteil von bis zu 5000 Euro einheimsen, sagt ein Sprecher. Das Angebot sei aber auf Lagerfahrzeuge beschränkt.

Auch bei Audi scheint die Nachfrage anzuspringen. Und auch hier interessierten sich die Kunden vor allem für kleinere Modelle wie den A3 und A4 sowie für Gebrauchtwagen. Bei Audi seien ebenfalls zusätzliche Angebote geplant, berichtet eine Sprecherin. Bei Barzahlung winke eine Prämie von bis zu 2500 Euro. Außerdem seien günstige Finanzierungsangebote vorgesehen. Dennoch dämpfte die Sprecherin die Erwartungen: „Die Händler sagen, jetzt muss man sich mal die nächsten Wochen anschauen. Wir werden auf jeden Fall aber weniger profitieren als die Volumenhersteller.“ Einhelliges Lob kommt von den Herstellern vor allem aber für die Einigung auf eine CO2-basierte Kfz-Steuer. Damit sei die Unsicherheit endlich aus der Welt. dpa

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