Dachboxen im Test : Zu klein und nicht kälteresistent

Billig muss nicht schlecht sein, kann aber auch gefährlich werden. Das ist, kurz zusammengefasst, das Ergebnis eine Tests von Dachboxen für den Skiurlaub. Die billigste Box zeigte gravierende Mängel, aber beim Testsieger werden die Kunden getäuscht.

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Der Verlierer: Die Mac Daytona 500 bewies gravierende Schwächen. Das Material zeigte sich im Test nicht kälteresistent und die Box ließ sich, wegen einer mangelhaften Montageanleitung, nicht sicher montieren. Die billigste Dachbox im Test war auch die schlechteste.Alle Bilder anzeigen
Foto: ADAC
06.12.2011 17:07Der Verlierer: Die Mac Daytona 500 bewies gravierende Schwächen. Das Material zeigte sich im Test nicht kälteresistent und die Box...

Dachboxen sind praktische Helfer, nicht für den Winterurlaub. Doch gerade für die langen Skier eignen sich die Aufsätze fürs Auto besonders. Lassen sich doch so die sperrigen Sportgeräte komplett außerhalb des Autos verstauen.

Allerdings zeigt der jüngste Test des ADAC in Sachen Dachboxen ein zwiespältiges Ergebnis. Die teuerste Box im Test, die Thule Dynamic 800 wurde auch Testsieger. Doch der Hersteller nimmt es mit der Größenangabe offensichtlich nicht so genau. Die Box ist tatsächlich ganze 30 Prozent kleiner als angegeben. Ein starkes Stück bei einem Preis von 540 Euro.

Materialschwäche und schlechte Anleitung

Auch von der letztplatzierten Box gibt es Erschreckendes zu berichten. Die Mac Daytona 500 verträgt schlecht Frost. Nach Angaben des ADAC wird das Material der Box bei Minus 20 Grad spröde. Ausgesprochen schlecht für den Winterurlaub. Im Test entstand ein großes Loch im Deckel. Auch in Sachen Sicherheit konnte die mit 180 Euro billigste Dachbox im Test nicht überzeugen. In der Montageanleitung ist nicht hinreichend beschrieben, wie sich die Box sicher auf dem Dach befestigen lässt.

Sicherheitsmängel traten auch bei anderen Testkandidaten auf. Ebenso wie die Box von Mac verrutschte auch die Atera Certo 560 beim Ausweichtest. Letztere war mit 520 Euro immerhin die zweitteuerste Box im Feld.

Billig-Box landet auf Platz zwei

Das gut nicht immer teuer sein muss beweist die zweitplatzierte Box von ATU. Bei einem Preis von 240 Euro leistete sie sich keine größeren Schwächen und war sogar die leichteste im Feld. Einziger Nachteil: Sie lässt sich nicht alleine montieren und kann nur auf einer Seite geöffnet werden.

Insgesamt testete der ADAC acht Boxen in den Kategorien Gestaltung, Handhabung, Fahrtests und Crash-Sicherheit. Eine schwierige Montage bescheinigte der Club gleich mehreren Kandidaten. Vier Boxen im Test bekamen die Note "gut" und drei die Note "befriedigend". Nur die Mac Daytona fiel mit "mangelhaft" komplett durch.

Der Club rät beim Transport von Skiern Decken unter die scharfen Kanten zu legen und die Spitze der Dachbox ebenfalls mit Decken oder Taschen zu polstern. So könnten Schäden am Material der Transportmittel verhindert werden.

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