Auto : Dacia lockt Familien

Zweite Generation des Kombi Logan MCV.

Deutschlands billigster Kombi ist zurück. Zu Preisen ab 7990 Euro geht nun die zweite Generation des Dacia Logan MCV an den Start. In der Neuauflage streift der Rumäne mit Renault-Clio-Genen seinen Nutzfahrzeug-Stil ab und präsentiert sich als klassischer Pkw-Kombi.

War der Vorgänger noch ein wenig charmantes Handwerker-Mobil, wendet sich der Neue nun direkt an nicht-gewerbliche Nutzer wie Familien. Die Höhe sinkt um 13 Zentimeter auf klassenübliche 1,51 Meter, statt der Flügeltüren am Heck gibt es nun eine gewöhnliche Klappe. Auch beim übrigen Karosseriedesign haben sich die Gestalter bemüht, dem Fünfsitzer zumindest eine unauffällige Gefälligkeit im Stil des Steilheck-Schwestermodells Sandero zu verpassen.

Die konzeptionellen Änderungen bei dem 4,49 Meter langen Kompakt-Kombi haben allerdings ihren Preis. Das Laderaumvolumen sinkt von einstmals konkurrenzlosen 700 beziehungsweise 2350 Litern auf nur noch ordentliche 573 bis 1518 Liter. Die bisher optionale dritte Sitzreihe wird nicht mehr angeboten. Kunden mit höherem Platzbedarf sollen sich nach Dacia-Strategie künftig bei den neuen Modellen Dokker und Lodgy umschauen. Der Hochdachkombi und der Van waren bei Markteinführung des ersten Logan-Kombis 2006 noch nicht auf den Markt.

Beim Antrieb bedient sich der Logan MCV aus dem Programm des Sandero. Neben dem betagten 1,2-Liter-Saugrohr-Einspritzern mit 55 kW/75 PS gibt es auf Benzinerseite nun den neuen Dreizylinder-Turbo, der unter anderem auch im Renault Clio eingesetzt wird. Das 0,9 Liter große Triebwerk leistet 66 kW/90 PS und soll mit 5,0 Litern Kraftstoff auskommen. Einziger Diesel ist der bekannte 1,5-Liter-Motore mit 66 kW/90 PS und einem Verbrauch von 3,8 Litern. Damit der Normwert auch auf der Straße erreicht werden kann, ist beim Diesel und dem stärkeren Benziner eine Eco-Taste an Bord, mit der sich Leistung und Drehmoment drosseln lassen.

Bei der Ausstattung verfolgt Dacia seine übliche Strategie. Die Basisversion ist sehr billig, aber auch recht nackt. Immerhin zählen vier Airbags und der Schleuderschutz ESP zum Serienumfang. Auch die Servolenkung muss nicht extra bezahlt werden. In den höheren Ausstattungslinien kommen nach und nach eine geteilt umlegbare Rückbank, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Bordcomputer, Tempomat und Klimaanlage hinzu. Optional ist außerdem erstmals ein Multimediasystem mit Navigation, USB-Anschluss und Freisprechanlage zu haben.

Konkurrenz für den günstigen Kombi gibt außer den Modellen aus dem eigenen Haus kaum. Kompakte Kombis anderer Marken sind deutlich teurer und starten in der Regel knapp unter der 20 000-Euro- Marke. Etwas preiswerter käme man mit einem Kleinwagen-Kombi davon, müsste aber mit einem deutlich kleineren Gepäckraum vorlieb nehmen. Hier starten die Preise knapp oberhalb von 10 000 Euro.

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