Daimler forscht mit Ford und Nissan : Drei im Bunde für die Brennstoffzelle

Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir Stärker" suchen sich die deutschen Autobauer Partner für die Entwicklung alternativer Antriebe. Daimler arbeitet für den Brennstoffzellenantrieb, den das Unternehmen unter der Marke Mercedes in wenigen Jahren auf den Markt bringen will, nun mit Ford und Nissan zusammen. Zuvor hatte auch schon BMW einen Partner in Fernost gefunden.

Mercedes F-Cell bei Fahrübungen: Daimler forscht schon länger am Antrieb mit Brennstoffzellen. Serienreife Produkte konnten die Schwaben aber noch nicht auf den Markt bringen.
Mercedes F-Cell bei Fahrübungen: Daimler forscht schon länger am Antrieb mit Brennstoffzellen. Serienreife Produkte konnten die...Foto: Hersteller

Im Rennen um alternative Antriebe setzt der Autobauer Daimler auf eine weltumspannende Kooperation mit den Partnern Ford und Nissan. Das Trio werde künftig ein gemeinsames Brennstoffzellensystem bauen, bei dem Wasserstoff im Auto zu Energie wird und als Emissionen nur Wasserdampf und Wärme entstehen. Die gemeinsame Technik solle als ein Antriebssystem allen Partnern für deren großen oder kleinen Wagen zur Verfügung stehen.

Die „großflächige Markteinführung“ sei für 2017 geplant. Bisher hatten die Schwaben ihre kompakte B-Klasse mit Brennstoffzelle 2014 auf den Markt bringen wollen - dieses Ziel eines „Zwischenschritts“ werde nun übersprungen, sagte Daimler-Forschungschef Thomas Weber. „Wir glauben, dieses Zeitfenster 2017 ist das Datum, um mit vernünftigen Stückzahlen anzutreten.“ Für das Trio nannte er einen sechsstelligen Jahresabsatz als Ziel - ohne konkreter zu werden.

Vor wenigen Tagen hatten BMW und Toyota eine ähnliche Zusammenarbeit bei der Brennstoffzellentechnik mit dem Ziel 2020 verkündet. Die Autobauer arbeiten derzeit alle an Antriebssystemen als Alternative zu den Verbrennungsmotoren, weil das Ölzeitalter zu Ende geht. Neben reinen Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen wird an Mischformen - Hybriden - mit herkömmlichen Verbrennern getüftelt. (dpa)

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