DAS BRINGT DIE ZUKUNFT : Der Hybrid-Sportler fürs Jahr 2013

RÜCKBLENDE

16. Mai 2010. Fast wäre die Sensation im sportlichen Bereich gelungen. Der Porsche 911 GT3-R lag nach 22 Stunden und 14 Minuten kurz vor dem Rennende des legendären 24-Stunden-Renenens auf der Nordschleife des Nürburgringes klar in Führung. Eine Minute später rollte er aus. Ein Motorschaden. Das Hybridsystem funktionierte hingegen noch einwandfrei! Es hätte der erste Sieg eines Hybridautos bei diesem Rennen werden können. Doch trotz des Ausfalls erbrachte dieses Rennen in der Eifel den Beweis: Das von Porsche selbst entwickelte neuartige Hybridsystem funktioniert bestens.

FUNKTIONSWEISE

Es verzichtet auf schwere Batterien für die Speicherung der Energie. Sie wird in einem speziellen Schwungradspeicher geparkt, der bis zu 40 000 Umdrehungen pro Minute rotiert und die Bremsenergie mechanisch in Form von Rotationsenergie speichert. Sie kann kurzzeitig abgerufen werden, für Überholvorgänge zum Beispiel. Im Juni 2011 soll ein weiterentwickelter Hybrid-Renner den Sieg beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schaffen. Eine Portalachse mit zwei Elektromotoren von je 75 kW treibt die Vorderräder an und ergänzt damit den Sechszylinder-Boxer, der seine nunmehr 470 PS an die Hinterachse abgibt. Sekundenweise steht somit eine Zusatzleistung von rund 200 PS zur Verfügung, die entweder automatisch beim Gasgeben abgerufen wird oder mechanisch zugeschaltet werden kann. Für das Überholen. So ähnlich wie das berüchtigte KERS-System in der Formel 1.

AUSBLICK

Inzwischen ist es unter Fachleuten längst kein Geheimnis mehr, dass Porsche einen Über-911 plant. Dieser 918 Spyder wird mit jenem Schwungrad-Hybridsystem ausgerüstet sein und – wie ein Porsche-Ingenieur auf Anfrage gegenüber dem Tagesspiegel erklärte – ab August 2013 in einer Kleinserie zu haben sein. Wer ihn haben will, sollte schon mal etwas bis zum Erscheinungstermin zurücklegen: Der Stückpreis beträgt gut eine Million Euro. rr

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