Auto : Das große Duell mit dem großen A

Weltpremiere I: Mercedes A-KLASSE.

Mercedes denkt die A-Klasse neu. Im Gegensatz zum technisch innovativen, aber wenig sportlichen Auftritt des bisherigen Modells wirkt die neue Generation schon optisch dynamisch. Wenn im Juni der Verkauf des fünftürigen Kompaktmodells startet, dürften die Preise bei rund 23 500 Euro beginnen. Die ersten Exemplare werden im September ausgeliefert.

Die neue A-Klasse setzt weitgehend um, was die Designer mit dem Concept A-Class angedacht hatten. Sie ist mit einer Höhe von 1,42 Zentimetern reichliche 18 Zentimeter flacher als ihr Vorgänger. Mit einer Länge von 4,30 Metern bleibt sie dabei kompakt. 1,78 Meter Breite sprechen für einen stattlichen Stand auf der Straße. Die Nase entspricht der aktuellen Formensprache von Mercedes, wie sie der CLS geprägt hat. Die seitlichen Sicken und Linien zeigen eine entfernte Verwandtschaft zur B-Klasse, die nunmehr allein die Rolle des kompakten Familientransporters übernommen hat, während die A-Klasse Menschen ansprechen soll, denen dynamischer Fahrspaß wichtig ist und die bislang in diesem Segment von Mercedes nicht bedient wurden. „Die Charakterlinien speziell in den Seiten geben der A-Klasse Struktur und Spannung“, erläutert Designchef Gorden Wagener.

Eine wichtige Rolle spielen die konvexen und konkaven Flächen speziell im Heckbereich, die das Auto muskulös erscheinen lassen. 235er Pneus auf 18-Zoll-Felgen unterstreichen den sportiven Anspruch. Mit Feinschliff an den Fugen und Kanten konnte der cW-Wert auf 0,26 gesenkt werden. Damit liegt die A-Klasse auf dem guten Wert der E-Klasse Limousine. Das Interieur wirkt nobel, ähnlich wie bei der B-Klasse.

Während bislang für die A-Klasse Motoren konstruiert wurden, die zum Sandwichbodenkonzept passten, aber in keinem anderem Mercedes-Modell Verwendung fanden, profitiert die neue A-Klasse auch von der Kooperation mit Renault. Neue 1,6- und 2,0-Liter-Dikrekteinspritzerbenziner mit 90 kW/115 PS, 115 kW/156 PS (A 180) und 155 kW/211 PS (A200), sollen für zeitgemäß effizienten Vortrieb sorgen. Alternativ stehen drei Diesel mit 80 kW/109 PS, 100 kW/136 PS und 125 kW/170 PS (A250 CDI) zur Wahl. Der kleinste und sparsamste Diesel entstammt der Kooperation mit den Franzosen. Alle Motoren sind mit Start-Stopp-System und einer Sechsgangschaltung gekoppelt. Für Freunde des Schalten-Lassens steht ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung, wie es aus der B-Klasse bereits bekannt ist. Auf Wunsch ist die A-Klasse auch mit Allradantrieb bestellbar. In der sparsamsten Version liegt der CO2-Austoß bei 99 Gramm. Die zugehörigen 3,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer stellen für ein Mercedes einen Sparrekord dar.

Serie und ein Novum in der Kompaktklasse ist der radargestützte Kollisionswarner. Dazu gibt’s das PreSafe-System, das Mercedes ebenfalls erstmals in der Kompaktklasse anbietet. sppr

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