Auto : Das muss nichts heißen

Ein japanischer SUV? Der hier fühlt sich zum Glück gar nicht wie ein SUV an

Eric MetzlerD

Auf den ersten Blick…

fehlt was. Trägt der CR-V von Klaus nicht ein Reserverad hinten am Heck? Doch. Aber der hier, der neue, der zeigt seine Klappe pur. Groß wirkt er schon, aber nicht wuchtig. Die Linie der Seitenfenster fällt nach hinten ab, ist geschwungen, wie man es eher bei einem Coupé erwarten würde. Honda wollte bewusst „keine kantige Kiste“ bauen. Bei wohlwollender Betrachtung hat das super geklappt. Bei kritischer denkt man an die Promenadenmischung der Nachbarn.

Pluspunkte gibt es vor allem dafür,…

wie es der Wagen geschafft hat, aus unserem Vorbehalt gegenüber jedem SUV einen potenziellen Selbstbehalt zu machen: Mit dem könnte man es durchaus eine Weile aushalten… Vor allem, weil er sich nicht so steif fährt wie viele Artgenossen. Beinahe wie eine Limousine – nur, dass man den besseren Blick hat. Und mehr Platz: Vorne sitzt man vorzüglich, hinten passabel. Weidlich genutzt haben wir das zweite Ladeboard auf halber Höhe des Kofferraums; auch die vielen Stauecken und Platzhalter, die zusätzliche, verschließbare Ablage überm Handschuhfach. Prima: Die wirklich zugfreie Klima.

Weniger Charme hat…

der kratzempfindliche Kunststoff in den Türen. Die darin eingelassenen Armlehnen sind viel zu schmal, was uns auf langer Autobahnfahrt schmerzlich bewusst wurde. Die Bedienung von Radio und Navi erschließt sich einem auch beim besten Willen nur widerwillig.

Das spannendste Detail…

steckt mit Kurvenlicht und anderen Helfern im Safety-Paket. Die Geschwindigkeitsregelung ACC hält beim Fahren mit Tempomat den gewünschten Abstand zum Vordermann. Klappt anstandslos!

Unterm Strich die richtige Wahl für…

alle, die es stämmig mögen, ohne Bäume zu fällen. Der CR-V gefällt als praktischer, unkomplizierter Allrader. Der leise Zweiliter-Benziner (26 950 Euro) ist ein faires Angebot. Wir verbrauchten 9,6 Liter – da wäre man nicht böse, wenn Honda noch mal ranginge. Eric Metzler

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