Der 7er BMW gebraucht : Flaggschiff mit Läuferqualitäten

Seit ziemlich genau 35 Jahren fährt der 7er von BMW auf unseren Straßen. Die Oberklasselimousine aus Bayern hat sich ihren Platz im Segment durch innovative Technik und einen soliden Auftritt gesichert. Auch als Gebrauchter ist der Luxus-BMW keine schlechte Wahl.

Das Design aus dem Jahr 2001 hat zweifellos polarisiert. Dennoch verkaufte sich der 7er auch im ungewöhnlichen Dress gut.
Das Design aus dem Jahr 2001 hat zweifellos polarisiert. Dennoch verkaufte sich der 7er auch im ungewöhnlichen Dress gut.Foto: dpa

Für BMW wurde der 7er zügig zum Erfolgsmodell: Schon in den ersten drei Produktionsjahren bis 1980 verkaufte sich die neue Limousine besser als alle anderen Oberklasse-Modelle von BMW zuvor. Noch heute gelten die Flaggschiffe als treue Begleiter. Dem ADAC zufolge sind vor allem jüngere Modelle "sehr zuverlässig". Aber auch im Langzeitbetrieb gebe es kaum Probleme.

Vergleichsweise oft quittierten dem ADAC zufolge bei Dieseln der Baujahre 1999 bis 2001 die Turbolader ihren Dienst, hinzu kommen bei Exemplaren von 1999 Störungen im Motorsteuergerät und defekte Einspritzpumpen. Bei Fahrzeugen bis zum Baujahr 1998 neigten die Zylinderkopfdichtungen zum Durchbrennen. Danach fiel der 7er BMW eigentlich nur noch durch einige Rückrufe negativ auf - etwa wegen fehlerhafter Kraftstoffpumpensteuerung (2001) oder Mängeln an der Stoßdämpferbefestigung (2006).

Im Mai 1977, ein Jahr nach dem 6er Coupé, das die Designsprache der Oberklasselimousine vorweg nahm, kam der 7er als neues Modell auf den Markt. Der Wagen wartete unter anderem mit drehzahlabhängiger Servolenkung, elektrisch verstellbaren Außenspiegeln sowie Lenksäulen- und Sitzhöhenverstellung auf. Diese Technik war für die damalige Zeit innovativ.

Letzter Modellwechsel 2008

1986 legte BMW die zweite Modellgeneration auf - "mit dem ersten deutschen Zwölfzylinder-Motor der Nachkriegszeit", so der Hersteller. 1994 folgte Auflage Nummer drei, im Jahr 2001 Nummer vier, erstmals mit dem Bedienkonzept iDrive. Gekrönt wurde die vierte Generation 2003 vom 760i, den ein Zwölfzylindermotor mit 6,0 Litern Hubraum und 327 kW/445 PS antreibt. Die aktuelle Generation fertigt BMW seit 2008.

Ab der vierten Generation waren für den 7er Sechs-, Acht- und Zwölfzylindermotoren erhältlich. Die Benziner decken eine Leistungsspanne von 170 kW/231 PS bis 400 kW/544 PS ab, die Diesel kommen auf 160 kW/218 PS bis 225 kW/306 PS. Seit 2010 gibt es auch eine Hybridversion mit 330 kW/449 PS Systemleistung.

Ein solcher Actice Hybrid 7 vom Baujahr 2010 kostet laut der Schwacke-Liste noch rund 53.600 Euro. Als durchschnittliche Laufleistung werden für diese Exemplare 43.200 Kilometer angegeben. Ein Diesel von 2008, etwa der 730d mit 180 kW/245 PS Leistung, kostet demnach noch 37.050 Euro und hat gut 83.900 Kilometer hinter sich. Wer sich nach einem etwas älteren Benziner umsieht, zahlt im Fall des 740i von 2005 mit 225 kW/306 PS noch um die 17.050 Euro, wobei Schwacke die Laufleistung im Mittel mit 123.500 Kilometern angibt. (dpa)

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