Der BMW Z4 als Gebrauchter : Ist flott und hält dicht

Roadster haben bei BMW eine lange Tradition. Als Gebrauchtwagen sind sie allerdings nicht ganz unproblematisch, denn das Verdeck kann im Alter eine kostspielige Angelegenheit werden. Das ist beim BMW Z4 eher selten der Fall. Auch sonst macht das Cabrio nach Jahren noch eine gute Figur.

Frischluft inklusive: Der BMW Z4 ist als Gebrauchtwagen in der Regel keine schlechte Wahl.
Frischluft inklusive: Der BMW Z4 ist als Gebrauchtwagen in der Regel keine schlechte Wahl.Foto: Hersteller

Ob Cabrio oder Roadster - ein typisches Bedenken ist bei vielen älteren Autos mit Verdeck begründet: dass das Stoffdach mit dem Alter löchrig und undicht wird. Aber nicht beim BMW Z4 der ersten Generation, der nach Auswertungen vieler Hauptuntersuchungen (HU) laut dem TÜV nur äußerst selten mit Undichtigkeiten zu kämpfen hat. Auch das Urteil des ADAC ist positiv beim Z4: Das Auto sei „bisher sehr zuverlässig“, heißt es im ADAC Technik Zentrum in Landsberg.

Nur vereinzelt stellte der Automobilclub Probleme fest, die für Pannen sorgten. So riefen defekte Drosselklappenschalter bei Exemplaren vom Baujahr 2003 die Pannenhelfer auf den Plan. Vereinzelt gab es mit den Schlüsseln Probleme (Baujahr 2004). Häufig fiel der BMW-Roadster dagegen durch entladene Batterien auf. Bei der HU kristallisierten sich laut dem „TÜV Report 2013“ bis auf defekte Zündspulen so gut wie keine typischen Macken heraus.

Boom bei Kleinwagen und SUVs
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15.01.2013 09:25Das Zulassungsstellen waren im Jahr 2012 nicht unbedingt überfüllt von Neuwagenkunden. Mit 3,082 Millionen frisch angemeldeten...

Im Jahr 2003 kam der BMW Z4 als Nachfolger des Roadsters Z3 auf den Markt. 2006 erhielt er ein Facelift. Außerdem wurde in jenem Jahr eine Coupé-Variante ins Programm genommen, die BMW aber nur zwei Jahre lang anbot. 2009 legte der Münchener Hersteller die zweite Generation des Zweisitzers auf. Neu waren Änderungen an der Dachkonstruktion: Statt des Stoffdachs kommt seitdem ein faltbares Hardtop zum Einsatz, das aus zwei Aluminium-Elementen besteht. Im kommenden Frühjahr soll der aktuelle Z4 ein Facelift bekommen.

Leistung satt

Die Antriebspalette des Z4 erfüllt die Erwartungen, die man an einen Sportwagen seiner Klasse in punkto Leistung haben darf: Stärkster Benziner ist ein Sechszylinder mit 3,2 Litern Hubraum und 252 kW/343 PS, der aber nur im M-Modell zwischen 2006 und 2008 verbaut wurde. Ansonsten leisten die ausschließlich eingesetzten Ottomotoren mit Hubraumgrößen ab 2,0 Litern je nach Baujahr und Generation zwischen 110 kW/150 PS und 250 kW/340 PS. Das Coupé wurde nur mit Reihensechszylindern und auch als M-Modell angeboten.

Wer nach einem gebrauchten Coupé Ausschau hält, muss mindestens um die 17 300 Euro einplanen. Dafür sollte laut der Schwacke-Liste ein Z4 3.0si Coupé mit 195 kW/265 PS des Baujahrs 2006 in gutem Pflegezustand zu bekommen sein (durchschnittliche Laufleistung: 105 000 Kilometer). Ein älterer Roadster, so der Z4 2.2i von 2004 mit 125 kW/170 PS, wird für rund 12 000 Euro gehandelt (91 950 Kilometer).
Interessenten eines Z4 der zweiten Generation, müssen mit 24 150 Euro rechnen. Mit diesem Richtpreis führt Schwacke den 150 kW/204 PS starken Z4 sDrive23i von 2009 (46 950 Kilometer). (dpa)

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