Der Mercedes CLK als Gebrauchter : Gesteigerte Qualität

Gebrauchte Cabrios sind im Winter oft günstiger. Das gilt allerdings nur bedingt für den Mercedes CLK. Ein Kauf ist dennoch eine gute Investition - denn in die Werkstatt muss der Wagen nur selten.

Ende 2010 wurden die letzte Exemplare des CLK gebaut. Als Gebrauchter zeigt sich der formschöne Schwabe sehr solide.
Ende 2010 wurden die letzte Exemplare des CLK gebaut. Als Gebrauchter zeigt sich der formschöne Schwabe sehr solide.Foto: Hersteller

Im Winter sollten Cabrios besonders günstig aufzutreiben sein. Wie bei Wollsocken im Juli oder Badehosen im Dezember liegen die Preise für gebrauchte Autos mit entfernbarem Dach in der kalten Jahreszeit oft tiefer. Was beim Mercedes CLK allerdings gegen einen Preisverfall spricht, ist der Kultfaktor von Cabrios mit dem Stern auf dem Kühler. Und seine Qualität: Zumindest bis zu einem Fahrzeugalter von rund sieben Jahren ist der CLK, den es auch als nicht minder beliebtes Coupé gibt, ein Musterschüler. Das befindet der TÜV angesichts seines Abschneidens bei der Hauptuntersuchung.
Anders als bei der C-Klasse spiele Rost beim CLK (Typ 209) so gut wie keine Rolle, ist im "TÜV Report 2013" nachzulesen. Und typische Mängel wie ausgeschlagene Achsgelenke und zu großes Lenkspiel träten meist erst nach besagter 7-Jahres-Frist auf. Als weiteres Manko nennt der TÜV eine einseitige Wirkung der Parkbremse bei Automatikfahrzeugen, die allerdings auf die Bequemlichkeit der Fahrer zurückgeht: Offenbar nutzen Automatikfahrer zum Parken lediglich die P-Stellung des Wählhebels in der Mittelkonsole, aber nicht die Feststellbremse links im Fußraum. Die Folge: Die wenig genutzte Bremsmechanik nimmt Schaden.
Auch der Vorgänger, der Typ 208, ist nach Auskunft des ADAC ein zuverlässiges Auto, wenngleich er nicht ganz an den Nachfolger herankommt. Zu seinen negativen Eigenschaften gehören teils ungenaue Tankanzeigen und defekte Kraftstoffpumpen. Bei den Baujahren 1998/99 machte öfters das Automatikgetriebe schlapp.

E-Klasse übernahm als Coupé und Cabrio
Die erste CLK-Generation (Typ 208) wurde 1997 eingeführt und bis 2002 (Coupé) beziehungsweise 2003 (Cabrio) gefertigt. 2002 kam die neue Generation (Typ 209) in den Handel. 2010 lief das Modell aus. Die Nachfolgerolle übernahm bereits 2009 die E-Klasse, die es erstmalig im Mai 2009 als Coupé und ein Jahr später als Cabrio zu kaufen gab.
Die Antriebspalette der CLK-Klasse ist im Laufe der Jahre deutlich gewachsen: So leisten vergleichsweise schwache Benzinmotoren der frühen Modelle 100 kW/136 PS, wohingegen eine AMG-Version aus dem Jahr 2009 satte 354 kW/481 PS abgibt. Dieselvarianten wurden je nach Modell und Baujahr mit Leistungen zwischen 110 kW/150 PS und 165 kW/224 PS produziert. Zum Einsatz kommen Vier-, Sechs- und Achtzylinderaggregate.
Wer ein gebrauchtes CLK Cabrio des Typs 209 sucht, sollte für einen knapp zehn Jahre alten 240 Elegance von 2003 mit 125 kW/170 PS in etwa 12 250 Euro einplanen. Diesen Richtwert und eine durchschnittliche Laufleistung von 123 200 Kilometern nennt die Schwacke-Liste. Ein gleich alter Vorgänger-Typ (208), so das CLK Cabrio 200 Kompressor Elegance final edition mit 120 kW/163 PS, wird noch mit etwa 11 000 Euro gehandelt (100 200 Kilometer). Für ein jüngeres und kräftigeres Coupé, etwa den 350 7G-TRONIC Avantgarde mit 200 kW/272 PS, werden 20 050 Euro gelistet (63 200 Kilometer), für ein Cabrio-Diesel im Falle des 320 CDI Avantgarde Grand Edition DPF mit 165 kW/224 PS von 2009 noch 26 800 Euro (57 200 Kilometer).

Hybridfahrzeuge gelten als Saubermänner. Ihr Vorteil: Sie verbrauchen weniger Kraftstoff und verringern damit auch den Ausstoß des Treibhausgases CO2. Ihr Nachteil: Sie sind in der Anschaffung meist erheblich teurer. Wer sich angesichts der hohen Preise an den Zapfsäulen überlegt, beim nächsten Autokauf zu einem Hybridmodell zu wechseln, muss diese Vor- und Nachteile sorgsam abwägen. Ob ein Hybridauto in finanzieller Hinsicht überhaupt Vorteile bietet, hängt nicht zuletzt vom Einsatzprofil und Fahrverhalten des Nutzers ab.

Hans-Jürgen Mäurer, Entwicklungschef der Prüforganisation Dekra, taxiert die Mehrkosten bei der Anschaffung gegenüber einem entsprechenden konventionellen Modell des gleichen Herstellers auf rund 30 Prozent und mehr. So bietet zum Beispiel Toyota den Kleinwagen Yaris mit Benzinmotor für knapp 12 000 Euro an, als Hybrid kostet er rund 17 000 Euro. Beim Peugeot 3008 schlägt die Hybridvariante mit Dieselverbrenner mit gut 34 000 Euro zu Buche, ein herkömmliches Modell bekommt ein Käufer für gut 22 000 Euro. Im Großen und Ganzen sei der Aufpreis wegen der anspruchsvolleren Technik und der meist etwas umfangreicheren Grundausstattung aber gerechtfertigt, sagt Mäurer.
Um die Frage nach dem Spritsparpotenzial eines Hybridantriebs zu beantworten, muss man sich zunächst einmal dessen Wirkungsprinzip vor Augen führen. Einfach gesagt, kombiniert ein Hybridauto einen Verbrennungsmotor - zumeist einen Benziner - mit einem Elektromotor, wie Andrea Gärtner vom ADAC erläutert. Dabei wird die überschüssige Leistung des Benzinmotors in elektrische Energie umgewandelt und in einer Batterie gespeichert. Bei Bedarf speist die wiederum den Elektromotor.
Außerdem kann laut Gärtner beim Bremsen und Bergabfahren Energie zurückgewonnen, in der Batterie gespeichert und für den Antrieb genutzt werden. Bei abnehmendem Ladezustand der Batterie arbeitet der Elektromotor als Generator und lädt sie während der Fahrt wieder auf. Anders als bei einem «reinen» Elektroauto muss die Batterie also nicht extern aufgeladen werden.
«Hybrid-Autos können vor allem im Großstadtverkehr durch die Rückgewinnung der Bremsenergie ihre Stärke ausspielen», erklärt der Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen. «Wer dagegen häufig auf der Autobahn fährt und konstant Tempo 120 hält, dem bringt ein Hybridauto nichts.» In diesem Fall sei diese Antriebsart sogar schlechter, da ein Hybrid wegen der Batterie und des Elektromotors schwerer sei.
Ist ein Fahrer oft auf Landstraßen in den Mittelgebirgen oder den Alpen unterwegs und muss dabei viele Höhenunterschiede überwinden, bremsen und wieder beschleunigen, kann er nach den Worten Dudenhöffers dagegen von einem Hybridantrieb profitieren. Da der Spritspareffekt eines Hybridautos stark von diesem Einsatzprofil abhänge, könne auch nicht pauschal gesagt werden, ab welcher Laufleistung im Jahr sich ein Hybrid wirtschaftlich lohne.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch Dekra-Experte Mäurer. «Hybridantriebe haben ihren großen Vorteil im Stop-and-go-Verkehr und können dort erheblich Kraftstoff einsparen.» Unter günstigen Bedingungen könne der Verbrauch um 20 bis 40 Prozent sinken - aber nur bei recht zurückhaltender Fahrweise.
Vor dem Finanzamt bietet ein Hybrid dagegen kaum Sparpotenzial. «Es gibt keine explizit ausgewiesenen steuerlichen Vorteil für Hybridfahrzeuge», sagt Mäurer. «Allerdings ist der vom CO2-Ausstoß abhängige Steueranteil geringer als bei Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb. Dabei handelt es sich jedoch nur um wenige Euro im Jahr.»
Unterm Strich bleibt laut dem Dekra-Experten die Erkenntnis, dass die Anschaffung eines Hybridautos «ganz hart kalkuliert leider nur in wenigen Fällen wirtschaftlich sinnvoll ist». Auf der anderen Seite sei es natürlich ein gutes Gefühl, so Mäurer, an der Tankstelle deutlich seltener Gast zu sein. «Wenn man sich auf die reinen Betriebskosten konzentriert, schneidet der Hybrid etwas besser ab.»
Hybridautos sind nach Expertenmeinung in technischer Hinsicht ausgereift. «Die Elektromotoren sind praktisch wartungsfrei und nicht anfällig. Und auch die Batterien sind mittlerweile ausgereift», sagt Ferdinand Dudenhöffer, Autoexperte von der Universität Duisburg-Essen. So habe Marktführer Toyota weltweit inzwischen über vier Millionen Hybridautos verkauft. «Die Technik ist ausgetestet, Kinderkrankheiten gibt es nicht mehr.»
Die Annahme, dass mehr Technik im Auto eine größere Anfälligkeit für Reparaturen und höhere Ausgaben für die Wartung bedeute, gilt Dudenhöffer zufolge bei Hybridantrieben nicht. Ein spezifisch höheres Risiko wegen der kombinierten Technik aus Elektro- und Verbrennungsmotor sieht der Experte nicht.

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