Der Skoda Roomster : Tschechischer Familienfreund

Ein bisschen Van, aber schon noch kompakt: Das ist das Konzept, mit dem Skoda seinen Roomster erfolgreich auf dem Markt platziert hat. Ganz Skoda macht er auch als Gebrauchter eine gute Figur.

Wenige Alltagsprobleme: Skoda Roomster Greenline.
Wenige Alltagsprobleme: Skoda Roomster Greenline.Foto: Hersteller

Bei Skoda ließ man mit dem Roomster einen Evolutionsschritt aus. Musste sich bei der Konzernmutter Volkswagen der Caddy der ersten Stunde vom Pritschenwagen über das Handwerkerauto mit hohem Dach zum Familientyp entwickeln, startete man bei den Tschechen gleich mit der Pkw-Variante durch. All das offenbar, ohne große Fehler bei Entwicklung und Fertigung zu begehen. Denn der tschechische Wagen mit Van-Anleihen belegt zumindest in der ADAC-Pannenstatistik in der Klasse der Kleinwagen vordere Plätze.

Das Auto "glänzt durch wenige Alltagsprobleme", berichtet der Automobilclub. Vereinzelt fiel der Roomster den ADAC-Pannenhelfern mit Fehlfunktionen der Einspritzanlage auf, doch wurden diese durch Software-Änderungen seitens des Herstellers meist behoben. Bei Benzinern ab dem Baujahr 2006 gaben die Zündspulen hin und wieder den Geist auf. Bis ab Herbst 2009 Longlife-Glühbirnen verbaut wurden, ging manchem Exemplar außerdem ungewollt das Licht aus. Einen Rückruf gab es 2009 wegen gebrochener Gurtschließzungen am Mittelsitz im Fond. Die insgesamt gute Bilanz trüben dem TÜV zufolge unter anderem recht schnell verschlissene Bremsscheiben sowie Rostanfälligkeit bei älteren Exemplaren.

Bestechendes Raumangebot

Im September 2006 kam der hauptsächlich aus Modulen der Modelle Fabia und Octavia Tour zusammengesetzte Roomster auf den Markt. Eines seiner bestechendsten Merkmale war von Beginn an das Platzangebot. Maximal 1780 Liter Stauraum bietet das Modell bei ausgebauter Sitzbank, 480 Liter sind immer möglich, auch wenn alle Plätze belegt sind. Auf Schiebetüren für den Fond - wie beim VW Caddy - verzichteten die Tschechen. Eine zweisitzige Lieferwagenversion namens Praktik ohne Rückbank und mit Blechwänden statt den hinteren Fenstern wurde 2007 ins Programm aufgenommen. Im Frühjahr 2010 überarbeitete der Hersteller den Wagen. Es gab ein aufgefrischtes Design vor allem für die nun breiter wirkende Frontpartie und neue Motoren, die alle die Euro-5-Abgasnorm erfüllen.

Die Leistungsspanne der seit der Markteinführung verfügbaren Drei- und Vierzylindermotoren reicht je nach Baujahr bei den Benzinern von 47 kW/64 PS bis 77 kW/105 PS. Dieselseitig wurden Motoren mit 51 kW/70 kW bis 77 kW/105 PS verbaut.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sollte ein Roomster des ersten Jahrgangs ab 5750 Euro aufzutreiben sein. Für etwa diesen Preis wird laut der Schwacke-Liste der Roomster 1.2 HTP mit 47 kW/64 PS gehandelt, der im Schnitt 79.200 Kilometer Laufleistung hat. Ein Dieselexemplar von 2008 wie der Roomster 1.9 TDI DPF in der Version Scout wird für rund 11.700 Euro gehandelt und hat im Mittel 62.400 Kilometer hinter sich. Ein Roomster 1.2 TDI DPF Greenline von 2011 mit 55 kW/75 PS und 15.600 Kilometern auf dem Tacho kostet noch etwa 13.250 Euro. Für diese Version gibt Skoda einen kombinierten Verbrauch von nur 3,4 Litern an (CO2-Ausstoß: 89 g/km). (dpa)

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