Auto : Der Spanier unter den Golfern

Sportlich, sportlich: Der Seat Leon FR.

Was heißt hier fad? Wer sich von den üblichen Verdächtigen abwendet, findet in der Kompaktklasse durchaus Tageslicht-Taugliches. Zum Beispiel den Leon. Weil der Spanier so flach und so schnittig gezeichnet ist, hebt er sich wohltuend ab vom biederen Anstrich des Golf. Auf den ersten Blick übersehen Unbedarfte zumeist, dass der Leon ein klassischer Viertürer ist – hinten sind die Griffe elegant in der gläsernen C-Cäule versteckt.

Unabhängig von der Motorisierung trifft man den Leon häufig mit großen Rädern bestückt und mit breiteren Reifen. Derlei Styling steht dem Spanier ausgesprochen gut, da dem Modell jeder Anflug des Prolligen abgeht. Ohnehin ist bei Seat die sportliche Note zu bezahlbaren Preisen die einzige Überlebenschance – wie sonst sollte man sich in der Konzernfamilie gegen die Vernünftigen (VW), die Praktischen (Skoda) und die Abgehobenen (Audi) behaupten?

Um zu sehen, ob der Seat auch unterwegs eine gute Figur macht, haben wir das stärkste Modell der FR-Linie probiert – standesgemäß mit Doppelendrohr und siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe. In Verbindung mit dem 170-PS starken Zweiliter-TDI ergibt sich vor allem auf kurvigen Landstaßen eine gehörige Packung Spaß. Die bewährte DSG- Automatik schaltet exorbitant schnell, die Lenkung arbeitet direkt und präzise; die Sportsitze geben guten Halt. Das Fahrwerk ist bemerkenswert straff abgestimmt – besser, man warnt die Schwiegermutter vor dem Ausflug ins Grüne.

Passend zum Start von A3 und Golf hat Seat für die zweite Jahreshälfte die Neuauflage des Modells angekündigt. Zeit wird’s tatsächlich – im Inneren nämlich ist der Leon in die Jahre gekommen. Das winzige Navi, die allzu lieblose Instrumentierung und das viele Hartplastik bedürfen dringend einer Auffrischung. Geplant ist neben der Limousine erstmals auch eine Kombi-Version – auf die sind wir ähnlich gespannt wie einst beim Sportwagon des Alfa 159. eric

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