Auto : Der Chef schwenkt die Flagge

Die Dreifach-Rallye-Weltmeister von VW starten von Wolfsburg aus in die neue Saison.

Gruppenbild mit Weltmeister. VW-Chef Winterkorn (3.v. re.) verabschiedet Weltmeister Sébastien Ogier (4. v. re.) in die neue Saison. Foto: Markus Mechnich
Gruppenbild mit Weltmeister. VW-Chef Winterkorn (3.v. re.) verabschiedet Weltmeister Sébastien Ogier (4. v. re.) in die neue...

So oft bekommen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier und seine Kollegen vom WRC-Team von Volkswagen ihren obersten Boss auch nicht zu sehen. Deshalb war selbst den abgebrühten Piloten eine gewisse Nervosität durchaus anzumerken. Doch der Termin war für Martin Winterkorn, den Lenker des VW-Konzerns derart wichtig, dass er sogar eine Vorstandssitzung dafür unterbrach. Der Manager schickte sein ausgesprochen erfolgreiches Rallye-Team in seine zweite Saison. Diese Runde dürfte für die Truppe aus Niedersachsen nicht gerade einfacher werden. "Ein Titel wiederholen ist schwieriger als den ersten zu gewinnen", räumte auch VW-Chef Winterkorn ein. Naturgemäß sind die Erwartungen an die Titelverteidiger hoch. In ihrer ersten Saison in der WRC holte das VW-Team den Fahrer-, den Beifahrer und den Konstrukteurstitel. Dass sich mit dem Engagement des drittgrößten Autoherstellers der Welt ganz konkrete Erwartungen verknüpfen machte Winterkorn auf der Veranstaltung allerdings auch klar. "Motorsport ist für uns kein Selbstzweck", sagte der VW-Chef. Man wolle die Zuverlässigkeit und Qualität der Marke Volkswagen demonstrieren. "Deshalb bin ich besonders stolz darauf, dass es im letzten Jahr keinen einzigen Ausfall gegeben hat." Das sind schon mal gute Voraussetzungen für die aktuelle Saison. Denn der Polo R WRC ist mit dem Auto des Vorjahres weitgehend identisch. Das gelte allerdings nur für die Optik, betont Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito. "Stillstand ist im Motorsport Rückschritt." Viel durften die Ingenieure allerdings auch nicht ändern. Die an der Serie beteiligten Hersteller hatten sich darauf verständigt keine neuen Fahrzeuge zu homologisieren. Auch für die Weiterentwicklung einzelner Komponenten mussten sogenannte Joker eingesetzt werden. Volkswagen hat zehn davon unter anderem für die Optimierung von Fahrwerkskomponenten, neue Abstimmungsvarianten des Antriebsstrangs und für eine neue Software eingesetzt. Weltmeister Sébastien Ogier freut sich jedenfalls auf die neue Saison, die gleich mit einem für ihn besonderen Rennen startet. "Die Rallye Monte Carlo ist mein Heimrennen. Gleichzeitig ist sie immer etwas Besonderes, denn die Rallye hat eine lange Tradition und viele Zuschauer kommen an die Strecke", sagte der 30-jährige Franzose. In den Ferien hat er sich übrigens weder mit Autos noch Motorsport beschäftigt. Ogier war mit seiner Freundin, der deutschen Sängerin und Moderatorin Andrea Berg, in den Ferien in Thailand. mam

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